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Alter
Müll - Neues Konzept
Die Stadt Torrevieja bekommt ein neues revolutionierendes
und in Europa einmaliges Müllentsorgungskonzept. Hierbei
sollen die unansehnlichen grünen Mülltonnen aus
den Urbanisationen verschwinden. Die Lebensqualität in
den Wohngebieten soll sich so durch die optische Bereinigung
und die nicht mehr notwendige nächtliche Lärmbelastung
bei der Leerung der Mülltonnen drastisch erhöhen.
Das Konzept sieht folgende neue Vorgehensweise bei der Müllentsorgung
vor: Im Rathaus von Torrevieja werden ab dem 1. April 2006
kostenlos gelbe reißfeste Müllsäcke ausgegeben.
Wenn die Müllsäcke gefüllt sind, werde diese
bei der nächsten Fahrt auf der Bundesstraße N-332
einfach aus dem Fenster geworfen. Die nächtliche Müllabfuhr
beschränkt sich dann lediglich nur noch auf das Einsammeln
der Müllsäcke entlang der N-332.
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| Foto
vom ersten Pilotversuch der neuen Müllentsorgung
auf der N-322 |
Erste
Pilotversuche zeigen erstaunliche Erfolge. Die Zielsicherheit
bei der neuen Müllentsorgung ist bestechend. Die gelben
Müllsäcke sind durch unauffällige Auffangvorrichtungen
exakt in einer Linie angeordnet. Das Einsammelt der Müllsäcke
bereitete den Mitarbeitern des Müllentsorgungsunternehmens
auf dem Seitenstreifen der N-332 keine Probleme. Das nächtliche
Herumirren in den oft verwinkelten Urbanisationen entfällt.
Die Zeiteinsparung wird auf ca. 80% geschätzt. Die Stadtverwaltung
von Torrevieja rechnet so mit einer Einsparung der Haushaltskosten
von bis zu 1.4 Millionen Euro pro Jahr.
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| Solche
wilden Müllkippen sollen nach Willen des BM von Torrevieja
bald der Vergangenheit angehören, Dank des neuen
Müllentsorgungskonzeptes. |
Bürgermeister
Mateo zeigt sich von seiner neuen Erfindung auf der letzten
Pressekonferenz begeistert: "Unser neues Müllentsorgungskonzept
ist wie vieles in Torrevieja einmalig in Europa. Es
folgt dem natürlichen Instinkt vieler Landsleute, ihren
Müll einfach in die schöne Naturlandschaft der Costa
Blanca zu werfen. Die neue Methode der Müllendsorgung
bietet daher gleichzeitig eine Art Ventilwirkung und wir erhoffen
uns eine erhebliche Reduzierung der Umweltverschmutzung durch
achtlos in der Natur entsorgten Müll", so der Bürgermeister
hoffnungsvoll.
Die Genehmigungen für diese etwas ungewöhnliche
Form der Müllentsorgung vom Straßenverkehrsministerium
in Madrid und vom Umweltamt in Valencia liegen zwar noch nicht
vor, "...aber das biegen wir wie immer schon irgendwie
hin", so Mateo weiter, mit schelmischem und überzeugtem
Lächeln im Gesicht.
Nach
einer ausführlichen und erfolgreichen Testphase auf der
Bundesstraße N-332 von einem Jahr ist angedacht, auch
auf anderen Ausfallstraßen, z.B. der Schnellstraße
nach Crevillente, Müllentsorgungsstrecken einzurichten,
um so die Bürgen in den Stadtteilen entlang der Straße
nach Crevillente nicht zu benachteiligen. Mit einer Erweiterung
des neuen Müllentsorgungskonzeptes ist daher jedoch vor
dem 1. April 2007 nicht zu rechnen.
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