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Torrevieja
und das Böse
Die
Rechnung ist einfach: alles Böse was südlich von
Alicante und nördlich vom Mar Menor geschieht wird zusammen
gezählt und auf die Stadt Torrevieja projiziert. So ergibt
sich statistisch die höchste Kriminalitätsrate in
ganz Spanien, bezogen auf die vor Jahren zu Grunde gelegten
50.000 Einwohner von Torrevieja.
Nun,
es gibt immer wieder Zeitgenossen, die in der Entwicklung
an der Costa Blanca keine gute Zukunftsperspektive erkennen.
Das die Bauwut, die weit außerhalb von Torrevieja zwischenzeitlich
in nichts nachsteht, aber alles der Salzstadt angelastet wird,
ist nichts Neues. Auch dass das Problem der Trickdiebe
und Einbrecher an der Stadtgrenze nicht halt macht, erschüttert
niemanden, der einen Grund sucht, um die Salzstadt abzulehnen
und zu verunglimpfen.
Alles Böse südlich von Alicante wird einfach
mit dem Namen Torrevieja identifiziert.
Dabei
kopieren und duplizieren sich die Zeitungsmeldungen gegenseitig:
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Spanien,
eines der wichtigsten Reiseländer der Welt, galt
bislang als ein sicheres Ferienziel. Ein starker Anstieg
der Kriminalität bringt den guten Ruf jedoch zunehmend
in Gefahr. Im vorigen Jahr nahm die Zahl der Straftaten
um 10,5 Prozent zu, der höchste Anstieg seit 15
Jahren. Davon sind nicht nur Urlauber betroffen, sondern
auch Einheimische. Leben wir noch in Sicherheit?,
fragt das Wochenmagazin La Clave besorgt.
In der Mordstatistik gehört Spanien gemessen
an der Einwohnerzahl mit 1230 Morden im Jahr
zu den Ländern der Spitzengruppe in Europa.
Die
Spitze des Eisbergs dürfte der ostspanische Badeort
Torrevieja bilden. In der Kleinstadt mit 50.000
Einwohnern wurden in einem Jahr 22 Morde verübt.
Torrevieja bedeutet eine tödliche Gefahr,
schreibt die Zeitung El Mundo. Hier
ist die Gefahr, ermordet zu werden, 20 Mal größer
als in Madrid. Erst kürzlich wurde hier ein
junger Mann erstochen, weil er einem anderen bei einer
Unterhaltungsshow die Sicht versperrt hatte. Der einstige
Hafen- und Fischerort wurde zu einer Hochburg des Verbrechens,
weil sich hier Geldwäscher und Gangsterbanden aus
Osteuropa niederließen und ihr Terrain zuweilen
mit Gewalt verteidigen.
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Zitat: Tagespost vom 8.06.2002, Handelsblatt vom 4.06.2002
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Ursprung "El Mundo"
Pedro
Ángel Hernández Mateo, der Bürgermeister
von Torrevieja, reagiert heftig: Zu 90 Prozent gelogen
sei der Artikel in der spanischen Tageszeitung El Mundo,
auf den sich der deutsche Journalist beruft. Die Rechnung
stimme einfach nicht, da die Zahl der Morde südlich von
Alicante alle allein der Salzstadt zugeschrieben werde, in
Wirklichkeit aber aus dem ganzen Kreis Vega Baja stamme. Und
statt auf 50.000 Einwohner müsse sie sich auf ein Vielfaches
beziehen, da allein Torrevieja zum angegebenen Zeitpunkt de
facto schon doppelt so viele Einwohner hatte. Im Übrigen
müsse niemand Angst haben, ermordet zu werden. Die Taten
seien Einzelfälle gewesen, die aus Eifersucht oder
aber aus Rache zwischen verschiedenen Clans verübt
worden seien.
Wie
bereits oben erwähnt, wurden alle Tötungsdelikte
zwischen Alicante und dem Mar Menor im Familien- und Clanbereich
zusammen addiert und auf die vor Jahren vorhandenen 50.000
Einwohner von Torrevieja projiziert. Die ganze Vega Baja zählt
jedoch mehrere 100.000 Einwohner.
Es ist derzeit kein Fall bekannt, in dem ein Urlauber in Torrevieja
bei einem Verbrechen getötet wurde.
Wöchentlich
erneuern sich die Erfolgsmeldungen der Polizei von zerschlagenen
Banden und Verhaftungen. Das Verbrechen wird im Rathaus zwischenzeitlich
sehr ernst genommen und mit zunehmender Polizeipräsenz
und gestiegener Gerichtsbarkeit bekämpft. Die Erfolge
bleiben nicht aus. Die Straftaten sind trotz Anstieg in der
Provinz Alicante in Torrevieja erheblich zurück gegangen.
Polizeiarbeit
zeigt Erfolge
Trotz erheblicher Unterbesetzung der Polizeiwachen in vielen
Küstenorten weist die Kriminalstatistik von Jan. bis
Nov. 2004 verglichen zum Vorjahr in der Provinz Alicante einen
Rückgang von 3,4 % aus. Spitzenreiter bei der Abnahme
der Straftaten sind Torrevieja mit 20% und Benidorm mit 13%.
In Alicante wurde hingegen ein plus von 1% vermeldet. Die
Polizeigewerkschaft bemängelt die massive Unterbesetzung
der Polizei. Die aus der stetig steigenden Bevölkerung
erforderlichen Planstellen existieren lediglich auf dem Papier.
Im Gegenzug dazu steht die geplante Einrichtung der Nationalpolizei
in Torrevieja auf dem Programm.
(13.01.05)
Mehr
Polizei für Torrevieja
Die Stadt Torrevieja soll neben 31 weiteren Städten in
Spanien ein Kommissariat der Nationalpolizei erhalten. Damit
fällt Torrevieja unter die Verfügung, die besagt,
dass alle Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern mit einer
weiteren Polizeistation ausgestattet werden sollen. Das neue
Kommissariat soll neben dem Justizgebäude auf 800 m2
und 5 Etagen errichtet werden. Das Kommissariat wurde von
Bürgern und Nachbarschaftsvereinigungen jahrelang gefordert.
(16.12.04)
Kriminalitätsstatistik
sehr widersprüchlich
Laut jüngstem Jahresbericht der Justiz soll Torrevieja
die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate in
Spanien sein. Auf 10.000 Einwohner werden 325 Delikte gezählt.
Laut Bericht des Innenministeriums von 2003 sollen jedoch
Benidorm mit 175 Delikten auf nur 1.000 Einwohner gefolgt
von Gandia (122) und der Stadt Valencia (94) an der Spitze
liegen. Torrevieja tauchte in der Statistik gar nicht auf,
da der Landesdurchschnitt bei 47 Delikten pro 1.000 Einwohner
liegen soll. Torrevieja wäre damit bei 32,5 Delikten
pro 1.000 EW jedoch weit unter dem Landesdurchschnitt.
(16.12.04)
Polizeiwachen für Torrevieja
Torrevieja soll sicherer werden. Um dieses Ziel zu erreichen,
sollen im kommenden Jahr in den Stadtteilen La Mata, La Siesta
und Los Balcones eigene Polizeiwachen errichtet werden. 30
neue Stellen für Polizeibeamte werden dadurch geschaffen.
Bürgermeister Mateo erwägt weitere 2 neue Polizeistellen
einzurichten, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht
zu werden. 03.11.2004
Massenkriminalität vor
allem in den Großstädten
Das Innenministerium hat nun die Zahlen der Kriminalitätsstatistik
für das Jahr 2003 heraus geben. Dabei nimmt das Land
Valencia eine Spitzenposition ein und erscheint gleich mit
4 Städten unter den ersten 10 Plätzen. Nach Anzahl
der Delikte aufgeschlüsselt liegt Benidorm mit 175 Delikten
pro 1.000 Einwohner an erster Stelle im Land Valencia, gefolgt
von Gandia (122) und der Stadt Valencia (94). Den zehnten
Platz auf der landesweiten Aufstellung nimmt Alicante mit
84 Delikten ein. Der Landesdurchschnitt liegt bei 47 Straftaten
pro 1.000 Einwohner. Weshalb Torrevieja in der Auflistung
nicht auftaucht, bleibt ungeklärt. 15.10.2004
Lesen
Sie hierzu auch unsere Gaunertricks.
Anmerkung: In einer Sendung "Plus Minus"
des Ersten Deutschen Fernsehens lief Anfang Juli 2004 eine
Warnung mit dem Trick der manipulierten Geldautomaten. Weiterhin
wurde in deutschen Tageszeitungen auf den Geldwechseltrick
hingewiesen.
Vor beiden Tricks wurden ausschließlich in Deutschland
gewarnt. Weder Spanien noch Torrevieja wurden erwähnt.
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