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Die
Kriminalität in Europa
Auch
wenn es manche Zeitgenossen nicht glauben möchten, Spanien
ist das sicherste Land der Europäischen Union. Dies zumindest
stellte das Forschungsprojekt "European Crime and Safety
Survey" (EU ICS), ein Konsortium unter Beteiligung des
Meinungsforschungsinstituts Gallup und des Max-Planck-Instituts
fest.
Im Gegensatz zu den gängigen Polizei-Statistiken, die
naturgemäß nur behördlich erfasste Fälle
darstellen können, fließen in das Forschungsprojekt
der EU ICS zusätzlich auch jene Straftaten ein, bei denen
die Opfer darauf verzichtet haben, Anzeige zu erstatten.
Ergebnis
der Studie ist: Irland ist das gefährlichste Land der
Europäischen Union, dicht gefolgt von Großbritannien.
Mehr als 20 Prozent der befragten Iren und Briten haben angegeben,
binnen eines Jahres mindestens einmal Opfer einer "gewöhnlichen
Straftat" geworden zu sein. Nirgendwo gibt es mehr Alarmanlagen
und Überwachungskameras als in Großbritannien.
Neben den beiden Inselstaaten zählen Estland, Dänemark
und die Niederlande zu den Kriminalitätshochburgen in
der EU.
Spanien
ist das sicherste Land der Europäischen Union!
Die
Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2005 in Spanien
nur 9% der befragten Einwohner angaben, Opfer eines Verbrechens
oder einer Straftat geworden zu sein.
Damit liegt Spanien an der Spitze der sichersten Länder
in Europa. Irland liegt mit 22,1 % und England mit 21% einsam
an der Spitze der Negativskala. Selbst in Schweden (16,2%)
und in Finnland (12,7%) lebt es sich gefährlicher als
auf der iberischen Halbinsel.
| Die
unsichersten Länder der EU |
und
die sichersten: |
Irland
(22,1%)
Großbritannien (21%)
Estland (20,2%)
Niederlande (19,8%)
Dänemark (19,3%) |
Spanien
(9%)
Ungarn (10%)
Portugal (10,4%)
Österreich (12,2%)
Griechenland (12,3%) |
London
ist gefährlicher als New York!
Nach
Metropolen aufgeschlüsselt, liegt London mit 32% an der
Spitze der kriminälsten Städte Europas, gefolgt
von Talin (30%) und Amsterdam (27%). Berlin liegt mit 19%
im Mittelfeld. Damit ist London gefährlicher als New
York und Istanbul. Selbst in Madrid gaben nur 15% an, Opfer
von Gesetzesbrechern geworden zu sein und liegt damit nicht
weit entfernt von der sichersten Stadt Lissabon (10%).
Wenn
dem tatsächlich so ist, dass in der deutschen Hauptstadt
prozentual mehr Straftaten begangen werden als wie in Madrid,
die spanische Hauptstadt jedoch ohne Zweifel die Stadt mit
der meisten kriminellen Energie innerhalb Spaniens ist, gefolgt
von Valencia und dem Raum Alicante, ergibt sich die Schlussfolgerung,
dass das Leben an der sonnigen Costa Blanca erheblich sicherer
ist als in Berlin oder vielen anderen europäischen Metropolen.

Selbst
die Zahlen nach Auflistung der Delikte sprechen eher für
ein sicheres Leben in Spanien und sind kein gutes Zeugnis
im Vergleich mit Deutschland.
Auch
wenn in Spanien auf Grund besserer Absatzmärkte mehr
Autos
verschwinden und das Drogenproblem
höher als in Deutschland ist, wird der Besitzer eines
Fahrrades in Spanien erheblich weniger mit Diebstahl
konfrontiert als in Deutschland. Bei den Taschendiebstählen
gibt es kaum Unterschiede.
Der
Anteil der Einbrüche
liegt in Deutschland höher als in Spanien. Bei den sexuellen
Übergriffen liegt Deutschland europaweit an dritter
Stelle hinter Irland und Schweden. Bei den Diebstählen
liegt Deutschland weit vor Spanien, ebenso wie bei gewalttätigen
Übergriffen. Bei den Betrugsfällen
liegt Deutschland nur um einen Platz über Spanien, doch
selbst bei den Korruptionsfällen
liegt Spanien weit im unteren Bereich der Negativskala. In
Deutschland gibt es damit mehr Korruption als im von Korruption
überschatteten Spanien.
Je
weniger Kriminalität desto höher die Angst
Recht
unterschiedlich bewerten jedoch die Bürger ihre eigene
Sicherheit. Obwohl die Zahl der Einbrüche im deutschen
Staat prozentual erheblich höher liegt als in Spanien,
wiegen sich die Deutschen in trügerischer Sicherheit.
Die Spanier fühlen sich da schon etwas unsicherer. Die
meiste Angst
vor Hauseinbrüchen haben Griechen, Italiener und
Franzosen, obwohl sie "nur" mit ca. 12% Verbrechensrate
zu kämpfen haben. Recht sicher, und damit entgegengesetzt
zur Verbrechensauswertung, fühlen sich dagegen Skandinavier
und Niederländer.
Ähnliche Angst oder Sicherheit empfinden die Europäer
auch in der Nacht. Die Griechen fürchten sich am meisten
davor, nachts
auf die Straße zu gehen. Skandinavier und Niederländer
fühlen sich nachts recht sicher, obwohl Niederlande und
Dänemark mit gewalttätigen Übergriffen mit
Irland und Großbritannien die Spitze bilden. Eine trügerische
Sicherheit, die lediglich das Vertrauen
in die Polizei wiederspiegelt. Dort wo die meisten Verbrechen
statt finden, haben die Bürger absurderweise das meiste
Vertrauen in die Polizei.
Der Spanier ist danach recht wenig mit seinen Polizeikräften
zufrieden, obwohl laut der Studie der EU ICS Spanien das sicherste
Land Europas ist. Solange das mangelnde Vertrauen in die Polizei
die Kriminalitätsstatistik positiv beeinflusst, ist dagegen
jedoch kaum etwas einzuwenden.
Ausführlicher
Bericht aus dem SPIEGEL: " Die gefährlichsten Länder
in der EU"
Weitere
Links zum Thema Kriminalität in der EU:
Irland
gefährlichstes Pflaster in der EU
Deutschland
Land der Grabscher und Vergewaltiger?
Warum
sich deutsche Frauen öfter belästigt fühlen
Gefährliches
Europa?
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