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Naturpark La Mata-Torrevieja bildet mit 3.700 Hektar
Fläche eines der trockensten Gebiete Europas. 1.400 Hektar
groß ist die Lagune von Torrevieja, 700 Hektar misst die
von La Mata. Weniger als 300 Millimeter Niederschlag werden
im Jahr gemessen. Dies entspricht etwas 2 Flaschen Wasser pro
Quadratmeter. Bei 3.000 Sonnenstunden im Jahr bildete sich ein
wüstenartige Trockenzone am Salzsee. Vereinzelt stehen
windschiefe Kiefern und Eukalyptusbäume an den Ufern.
Die
Lagunen bilden eine wichtige Feuchtigkeitszone mit einem außergewöhnlichem
Klima und ebensolcher Flora und Fauna. Sandige, ebene Wege
erschließen dem Wanderer eine bizarre Pflanzenwelt.
Ein hölzerner Aussichtspunkt bietet die Gelegenheit,
bis zu Tausende von Vögeln besonderer Art, rosaweißen
Flamingos, schwarzhalsige Zampullinenten, Störchen und
Säbelschnäblern, aschfarbenen Jungadlern und schwarzfüßigen
Kiebitzen zu beobachten. In den 3 Salzzonen um den Seen siedeln
salzliebende Klein- und Kleinstlebewesen, die als Nahrung
dienen. Die Wald- und Röhrichtzonen bieten den Würgeln,
Meckensängern und Kohlmeisen Schutz.
Andere
zoologische Gruppen sind die Reptilien, wie die am meisten
in den Salzgebieten wohnenden Langschwanz-Echsen, Rotschwanz
-Echsen, Aschgrau- Echsen und Amphibien, die nach Regen auftauchen
wie der normale Frosch und die Kröte. Kraniche, Hasen
und Wieselfuchs sagen sich auch hier buenas noches.
Winzige
Salinenkrebse bevölkern milliardenfach die Lagune von
Torrevieja. Es sind Millimeter kleine, rot gefärbte Kiemenfüßler
der zoologischen Art "Artemia salina", welche in
einem einzigartigen Naturschauspiel den Wasserspiegel an manchen
Tagen auf Hunderte von Hektar Fläche und die manchmal
darüber befindlichen weißen Wolken tiefrot schimmern
lassen.
Die
Lagunen von La Mata und Torrevieja wurden nach der Erklärung
zum Naturschutzgebiet 1994 zum Naturpark erklärt. Der
Gebrauch der Lagunen besteht in der Salzgewinnung, eine Tätigkeit,
die noch auf das 18. Jahrhundert zurück zu führen
ist .
Die
Lagune von La Mata ist durch einen Kanal mit dem Meer verbunden.
Sie liegt unterhalb des Meeresspiegel und so überschwemmt
das Wasser regelrecht den See, der als Vorwärmer dient.
Beide Seen sind untereinander durch einen Kanal so verbunden,
dass das aufgewärmte Wasser in die Lagune von Torrevieja
fließt, wo das Salz kristallisiert und abgebaut wird.
In
La Mata befindet sich eigens ein Informationszentrum mit qualifiziertem
Personal. Eine ausgezeichnete Ausstellung bringt dem Besucher
die Schätze der Lagune nahe. Eine Fahrradroute führt
5.200 Meter durch den Südostteil des Parkes entlang am
See, durch den Pinienwald und am Schilf mit Süßwasserreservoir
(ja, Süßwasser) vorbei.
Wer
es etwas langsamer mag, wählt die kurze Route zu Fuß.
Hier bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Lagune von
La Mata, auf Weinberge und vor allem auf die reichhaltige
Vogelwelt. Analysieren Sie Unterschiede und Gleichheiten,
Farben und Formen in der faszinierenden Welt der Natur.
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