Nur rund eine Autostunde von Torrevieja und Orihuela Costa entfernt befindet sich ein Ort, den man in dieser kargen Landschaft kaum erwarten würde: ein außergewöhnlicher privater Kunstgarten voller farbenfroher Figuren, fantasievoller Skulpturen und überraschender Fotomotive.

Zwischen Palmen, Bäumen, Felsen und kleinen Wegen stehen Meerjungfrauen, Musiker, Tänzerinnen, Fabelwesen, religiöse Figuren und zahlreiche Kunstwerke, die aus Metall, Holz, Rohren, Behältern und anderen wiederverwendeten Materialien entstanden sind.

Der Ort ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. Häufig liest man von der Casa de las Figuras de Arte Reciclado del Chícamo, der Casa de la Poza Pequeña, der Casa Particular de las Esculturas oder einfach vom Kunstgarten am Río Chícamo.

Auch die Bezeichnung „Otro sitio de fotos del Chícamo“ taucht im Internet und in sozialen Netzwerken auf. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen offiziellen Ortsnamen, sondern sinngemäß um die Beschreibung eines weiteren schönen Fotoplatzes am Chícamo.

Wir haben diesen außergewöhnlichen Ort selbst besucht. Nachdem wir vorne an der Glocke deutlich geläutet und anschließend gewartet hatten, kam der Eigentümer zu uns und führte uns persönlich über das Gelände. Dabei wurde schnell deutlich, wie wichtig ihm der richtige Umgang mit seinem privaten Kunstgarten ist.

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Besuch des privaten Kunstgartens

Der Kunstgarten befindet sich auf einem privaten Grundstück und besitzt keine festen Öffnungszeiten. Am Eingang hängt eine Glocke, mit der sich Besucher bemerkbar machen können. Da das Gelände recht weitläufig ist, sollte man deutlich läuten und anschließend kurz warten.

Bei unserem Besuch kam der Eigentümer nach einiger Zeit zu uns und führte uns persönlich durch den Garten. Dabei zeigte er uns zahlreiche Kunstwerke und erzählte einiges über das Gelände. Je nach Situation begleitet er die Besucher selbst oder erlaubt ihnen, den Garten eigenständig zu erkunden.

Ob eine Besichtigung möglich ist, hängt davon ab, ob der Eigentümer gerade vor Ort ist und Zeit hat. Ein spontaner Besuch kann sich also lohnen, lässt sich aber nicht verbindlich planen.

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Eine Fantasiewelt mitten in der Natur

Schon nach den ersten Schritten über das Gelände entdeckt man immer neue Figuren. Manche stehen frei sichtbar zwischen den Pflanzen, andere verbergen sich hinter Bäumen, an kleinen Wegen oder in liebevoll gestalteten Ecken.

Zu sehen sind unter anderem fantasievolle Menschen- und Tierfiguren, Meerjungfrauen, Musiker, Tänzerinnen, große Pilze, geheimnisvolle Gestalten und verschiedene religiöse Motive.

Einige Skulpturen wirken humorvoll und verspielt, andere beinahe surreal. Manche erinnern an Märchen, andere an fantastische Filme oder an Figuren aus einer vollkommen eigenen Welt.

Es gibt keinen starren Rundgang und keine klassischen Ausstellungsräume. Der Garten möchte langsam entdeckt werden. Immer wieder tauchen neue Details auf, die man beim ersten Blick leicht übersieht.

Genau deshalb lohnt es sich, genügend Zeit einzuplanen und nicht nur schnell einige Fotos zu machen.

Kunst aus Metall, Holz und ausrangierten Gegenständen

Besonders faszinierend ist die Fantasie, mit der alte und scheinbar wertlose Materialien in Kunstwerke verwandelt wurden.

Metallteile werden zu Armen, Beinen oder Körpern. Rohre bilden Figuren, alte Behälter werden zu Köpfen und aus Holz, Ästen, Flaschen, Kunststoffteilen und Naturmaterialien entstehen Tiere, Menschen und Fantasiegestalten.

Nicht jedes Werk ist glatt, perfekt oder wie für eine klassische Galerie geschaffen. Das ist auch gar nicht das Ziel. Der Reiz liegt in der Kreativität, der ungewöhnlichen Kombination der Materialien und der persönlichen Handschrift des Künstlers.

Der Garten zeigt, wie aus Dingen, die andere Menschen möglicherweise wegwerfen würden, etwas Neues und Einzigartiges entstehen kann.

Durch die natürliche Umgebung wirken die Figuren nicht wie einzelne Ausstellungsstücke, sondern wie Bewohner einer kleinen Fantasiewelt.

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Eine persönliche Führung statt eines normalen Museumsbesuchs

Unser Besuch unterschied sich deutlich von einem gewöhnlichen Museumsbesuch. Es gab weder Ticketschalter noch Audioguide oder ausgeschilderte Besucherstrecke.

Stattdessen wurden wir vom Eigentümer selbst über das Gelände geführt. Er zeigte uns die verschiedenen Bereiche und machte uns auf Figuren und Details aufmerksam, die wir allein möglicherweise übersehen hätten.

Diese persönliche Begegnung macht den Besuch besonders. Man betrachtet nicht nur fertige Kunstwerke, sondern erlebt einen Ort, der über Jahre hinweg mit viel Arbeit, Ideen und persönlicher Leidenschaft entstanden ist.

Besucher sollten sich deshalb respektvoll verhalten, den Anweisungen des Eigentümers folgen und bedenken, dass sie sich während der gesamten Besichtigung auf Privatbesitz befinden.

Auch beim Fotografieren von Personen oder privaten Bereichen sollte man vorher fragen. Wer anschließend Bilder im Internet, in sozialen Netzwerken oder in einem öffentlichen Bericht verwenden möchte, sollte ebenfalls Rücksicht auf die Wünsche des Eigentümers nehmen.

Ein außergewöhnliches Fotomotiv nach dem anderen

Für Menschen, die gerne fotografieren, ist der Kunstgarten ein kleines Paradies.

Zwischen den Figuren, Pflanzen und Wegen entstehen Motive, die man in dieser Form kaum an einem anderen Ort findet. Einige Kunstwerke eignen sich als Hintergrund für Porträts, andere wirken besonders schön als Einzelmotiv.

Je nach Tageszeit verändert das Licht die Stimmung des Gartens. Am Vormittag sind viele Bereiche angenehm hell, während später warme Sonnenstrahlen durch die Pflanzen fallen.

Allerdings sollte man den Ort nicht ausschließlich als Fotokulisse betrachten. Hinter den Figuren steckt viel Arbeit, und der Eigentümer öffnet seinen privaten Garten für interessierte Besucher. Ein respektvoller Umgang sollte deshalb selbstverständlich sein.

Río Chícamo Statue des Todes.

Der Río Chícamo: eine Oase in einer fast wüstenartigen Landschaft

Der Kunstgarten liegt in der Nähe des Río Chícamo bei Macisvenda im Gemeindegebiet von Abanilla.

Schon die Umgebung macht den Ausflug besonders. Der Río Chícamo fließt durch eine der trockensten Landschaften im Südosten Spaniens. Zwischen hellen Felsen, ausgewaschenen Hügeln und kargen Flächen zieht sich entlang des Wassers ein grünes Band aus Palmen, Schilf, Oleander und anderen Pflanzen.

Der Kontrast ist eindrucksvoll. Nur wenige Meter voneinander entfernt erlebt man trockene, fast wüstenartige Landschaften und eine überraschend grüne Flussoase.

Wer aus Torrevieja oder Orihuela Costa anreist, entdeckt hier eine vollkommen andere Seite des spanischen Südostens. Statt Mittelmeer, Stränden und Promenaden prägen Schluchten, Palmen, Felsen und kleine ländliche Ansiedlungen das Bild.

Der obere Río Chícamo zählt zu den ökologisch wertvollen Flusslandschaften der Region Murcia. Besonders interessant ist die Verbindung aus Wasser, salzhaltigen Böden, trockenem Klima und angepassten Tier- und Pflanzenarten.

Quelle, alte Mühle und Naturwege

Der Besuch des Kunstgartens lässt sich hervorragend mit der Umgebung des Río Chícamo verbinden.

Ein interessanter Anlaufpunkt ist der Bereich des ehemaligen Getreidemühlengebäudes, des Molino Harinero del Río Chícamo. Die alte Mühle erinnert daran, wie wichtig das Wasser des Flusses früher für die Menschen in der Region war.

Entlang des Chícamo wurde das Wasser zur Bewässerung und zum Betrieb von Mühlen genutzt. In einer ansonsten sehr trockenen Landschaft war der Fluss über viele Generationen hinweg die Grundlage für Landwirtschaft und Besiedlung.

In der Nähe befinden sich außerdem der Quellbereich und verschiedene Wege entlang des Flusses. Schon ein kurzer Spaziergang vermittelt einen guten Eindruck von der besonderen Landschaft.

Wer nur einen entspannten Tagesausflug unternehmen möchte, muss keine lange Wanderung machen. Der Kunstgarten, die Umgebung der Quelle und der Bereich der alten Mühle lassen sich auch ohne anspruchsvolle Tour miteinander verbinden.

Wandern im Río Chícamo

Für erfahrenere Wanderer gibt es verschiedene Routen durch die Flusslandschaft und in Richtung der Schlucht von El Cajer.

Dabei sollte man jedoch nicht unterschätzen, dass Wege teilweise durch Wasser, über Steine oder entlang rutschiger Abschnitte führen können. Je nach Wetter, Jahreszeit und Wasserstand verändern sich die Bedingungen.

Einige Strecken verlaufen direkt im oder am Flussbett. Feste Schuhe mit gutem Profil oder geschlossene Wasserschuhe sind dort deutlich sinnvoller als Sandalen oder normale Freizeitschuhe.

Nach starken Regenfällen oder bei angekündigten Gewittern sollte man Schluchten, Flussbetten und enge Passagen grundsätzlich meiden. In trockenen Gebieten kann Wasser sehr plötzlich und mit großer Kraft auftreten, selbst wenn es am eigenen Standort zunächst kaum regnet.

Familien mit kleinen Kindern, ungeübte Wanderer und Besucher ohne geeignete Ausrüstung sollten sich auf die leicht erreichbaren Bereiche beschränken oder eine geführte Tour wählen.

Der schmale Fluss Rio Chicamo mit seinen Palmen und Bäumen.

Anfahrt von Torrevieja

Von Torrevieja aus beträgt die Strecke bis in den Bereich von Macisvenda und des Río Chícamo ungefähr 55 bis 65 Kilometer, abhängig von der gewählten Route und dem genauen Zielpunkt.

Für die Fahrt sollte man etwa eine Stunde einplanen. Die letzten Kilometer führen über kleinere Landstraßen und teilweise über schmale oder unbefestigte Wege. Deshalb kann die tatsächliche Fahrzeit etwas länger ausfallen, als das Navigationsgerät zunächst anzeigt.

Die Strecke führt zunächst in Richtung Orihuela und anschließend weiter durch das Hinterland in Richtung Abanilla und Macisvenda.

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Als Suchbegriffe für das Navigationsgerät können hilfreich sein:

Casa de las Figuras Río Chícamo

Casa de la Poza Pequeña

Casas del Chícamo

Molino Harinero del Río Chícamo

Nacimiento del Río Chícamo

Da der Río Chícamo mehrere Zugänge und einen längeren Verlauf besitzt, reicht es nicht immer aus, nur den Namen des Flusses einzugeben.

Wer gezielt zum Kunstgarten möchte, sollte sich vorab die genaue Position speichern und die letzten Kilometer aufmerksam fahren.

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Anfahrt von Orihuela Costa

Von La Zenia, Playa Flamenca, Punta Prima, Villamartín, Campoamor oder Cabo Roig benötigt man je nach Ausgangspunkt ungefähr eine Stunde bis eine Stunde und 20 Minuten.

Die Fahrt führt zunächst in Richtung Orihuela und anschließend weiter ins Landesinnere.

Gerade für Besucher aus Orihuela Costa ist bereits die Anfahrt interessant. Innerhalb relativ kurzer Zeit verändert sich die Umgebung vollständig.

Die dicht bebauten Küstenorte gehen zunächst in die fruchtbare Landschaft der Vega Baja über. Später wird die Region zunehmend trockener, bergiger und ländlicher. Palmenhaine, kleine Ortschaften, Schluchten und helle Hügel ersetzen die bekannten Küstenlandschaften.

Ein eigenes Fahrzeug ist für diesen Ausflug praktisch notwendig. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Kunstgarten nur sehr umständlich erreichbar.

Was man bereits auf dem Hinweg erleben kann

Aus dem Besuch des Kunstgartens lässt sich problemlos ein vollständiger Tagesausflug machen. Auf der Strecke von Torrevieja und Orihuela Costa befinden sich mehrere Orte, die sich als Zwischenstopp oder für die Rückfahrt anbieten.

Dabei sollte man nicht versuchen, alles an einem Tag zu sehen. Der Ausflug wird entspannter, wenn man sich neben dem Kunstgarten und dem Río Chícamo nur ein oder zwei zusätzliche Ziele aussucht.

Orihuela: historisches Zentrum und Palmenhain

Die Stadt Orihuela liegt beinahe direkt auf dem Weg und eignet sich für einen Zwischenstopp am Morgen oder auf der Rückfahrt.

Das historische Zentrum gehört zu den bedeutendsten Altstädten im Süden der Provinz Alicante. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Kathedrale, das monumentale ehemalige Kloster Santo Domingo und das Museum des Dichters Miguel Hernández.

Auch das Palmeral von Orihuela ist sehenswert. Der große historische Palmenhain bildet einen deutlichen Kontrast zur dichten Bebauung der Stadt.

Wer den Kunstgarten und den Río Chícamo ausführlich erkunden möchte, sollte für Orihuela allerdings nur einen kurzen Spaziergang oder eine Kaffeepause einplanen. Für eine umfassende Besichtigung benötigt die Stadt einen eigenen Tag.

Abanilla: ein authentischer Ort im Hinterland Murcias

Abanilla ist eine der besten Ergänzungen zum Besuch des Río Chícamo.

Die kleine Stadt besitzt ein traditionelles Zentrum mit engen Straßen, Treppen, historischen Gebäuden und schönen Ausblicken über die umliegende Landschaft.

Sehenswert sind unter anderem die Kirche San José, die Plaza de la Constitución und der historische öffentliche Waschplatz.

Abanilla eignet sich außerdem gut für ein Mittagessen oder eine Pause. In der Region werden traditionelle Gerichte wie Gachasmigas, Fleischgerichte, lokale Wurstwaren und Speisen mit Gemüse aus dem Umland angeboten.

Wer nur die touristischen Küstenorte kennt, bekommt in Abanilla einen authentischen Eindruck vom ländlichen Murcia.

Ermita de Santa Ana und schöne Aussichtspunkte

In der Umgebung von Abanilla befindet sich die Ermita de Santa Ana auf einer erhöhten Position.

Der kurze Abstecher lohnt sich vor allem wegen der Aussicht. Von dort blickt man über Abanilla und die trockenen Hügel des Hinterlandes.

Am späten Nachmittag wirkt die Landschaft besonders schön, wenn das Licht weicher wird und die ockerfarbenen und grauen Böden wärmer erscheinen.

Der Aussichtspunkt eignet sich daher gut als Abschluss des Ausfluges, bevor man zurück nach Torrevieja oder Orihuela Costa fährt.

Die Mondlandschaften rund um Abanilla

Die Umgebung von Abanilla ist für ihre stark erodierten Badlands bekannt. Diese hellen, grauen und beigefarbenen Landschaften erinnern teilweise an eine Mond- oder Wüstenlandschaft.

Wind und Wasser haben über lange Zeit tiefe Rinnen, kleine Schluchten und ungewöhnliche Formen in den weichen Boden gegraben.

Besonders spannend ist der direkte Vergleich mit der grünen Umgebung des Río Chícamo. Innerhalb weniger Kilometer erlebt man eine Flussoase, Palmen, dichte Vegetation und anschließend wieder nahezu kahle Hügel.

Für Fotografen ist diese Abwechslung einer der größten Reize des Tagesausfluges.

Fortuna und die Thermalbäder

Wer noch mehr Zeit hat, kann den Ausflug über Fortuna erweitern.

Der Ort ist besonders für seine Thermalquellen und die historischen Badeanlagen von Los Baños de Fortuna bekannt. Das Thermalwasser tritt dort mit hoher Temperatur aus der Erde und wird seit langer Zeit für Bäder und Anwendungen genutzt.

Ein Besuch der Thermalbäder sollte vorher geplant und reserviert werden. Für einen normalen Tagesausflug ist Fortuna eher eine mögliche Erweiterung als ein notwendiger Bestandteil.

Wer den Kunstgarten, den Río Chícamo und einen Aufenthalt im Thermalbad verbinden möchte, kann aus der Tour auch einen entspannten Kurzurlaub mit Übernachtung machen.

Unser Vorschlag für einen gelungenen Tagesausflug

Am besten startet man morgens zwischen 8:30 und 9:00 Uhr in Torrevieja oder Orihuela Costa.

Nach ungefähr einer Stunde erreicht man den Bereich des Río Chícamo. Zunächst kann man die alte Mühle, den Quellbereich oder einen kurzen Abschnitt entlang des Flusses besuchen.

Anschließend fährt man zum Kunstgarten.

Dort läutet man vorne kräftig an der Glocke und wartet geduldig. Der Eigentümer legt ausdrücklich Wert darauf, dass Besucher sich auf diese Weise bemerkbar machen. Das Grundstück darf nicht einfach betreten werden.

Ist eine Besichtigung möglich, sollte man für den Kunstgarten mindestens eine Stunde einplanen. Mit persönlicher Führung, Gesprächen und vielen Fotos kann der Aufenthalt auch deutlich länger dauern.

Danach bietet sich ein Mittagessen in Abanilla oder in einer der umliegenden Ortschaften an.

Am Nachmittag kann man das Zentrum von Abanilla, einen Aussichtspunkt oder die Ermita de Santa Ana besuchen. Auf der Rückfahrt ist je nach Zeit noch ein kurzer Aufenthalt in Orihuela möglich.

So entsteht ein abwechslungsreicher Tagesausflug aus Kunst, Natur, Geschichte, Fotografie und traditionellem Hinterland.

Statuen von Flamingos

Beste Besuchszeit

Frühling und Herbst sind für diesen Ausflug besonders angenehm. Die Temperaturen sind dann meist besser für Spaziergänge und Erkundungen geeignet.

Im Sommer sollte man möglichst früh starten. Im Landesinneren kann es deutlich heißer werden als unmittelbar am Meer. Viele Bereiche am Fluss und in den trockenen Landschaften bieten nur wenig Schatten.

Ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind deshalb unverzichtbar.

Auch im Winter kann sich der Besuch lohnen. An sonnigen Tagen sind die Temperaturen tagsüber häufig angenehm, allerdings können schattige Bereiche und die Morgenstunden deutlich kühler sein.

Für Fotos im Kunstgarten eignet sich der Vormittag. Die trockenen Landschaften und Aussichtspunkte wirken dagegen häufig am späten Nachmittag besonders stimmungsvoll.

Was man mitnehmen sollte

Empfehlenswert sind feste Schuhe mit griffiger Sohle, ausreichend Trinkwasser, Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und ein vollständig geladenes Mobiltelefon.

Wer am oder im Wasser wandern möchte, sollte zusätzlich geschlossene Wasserschuhe, ein Handtuch und gegebenenfalls Wechselkleidung dabeihaben.

Es ist außerdem sinnvoll, die genaue Position des Kunstgartens und eine Karte vorher auf dem Smartphone zu speichern. In abgelegenen Bereichen kann die Internetverbindung schwächer sein.

Etwas Bargeld kann ebenfalls hilfreich sein, beispielsweise für kleine Restaurants, ländliche Geschäfte oder eine freiwillige Unterstützung des privaten Kunstprojektes.

Respekt vor Kunst, Eigentümer und Natur

Die Casa de las Figuras ist kein kommerzieller Freizeitpark. Sie ist das Ergebnis persönlicher Kreativität und vieler Jahre Arbeit auf einem privaten Grundstück.

Besucher sollten daher besonders respektvoll mit dem Ort umgehen. Dazu gehört:

  • Nicht ungefragt das Grundstück betreten.
  • Vorne an der Glocke läuten.
  • Anschließend geduldig warten.
  • Den Anweisungen des Eigentümers folgen.
  • Keine Kunstwerke berühren oder besteigen.
  • Keine Pflanzen beschädigen.
  • Müll vollständig wieder mitnehmen.
  • Vor Aufnahmen von Personen oder privaten Bereichen fragen.

Auch der Río Chícamo ist ein empfindlicher Naturraum. Pflanzen, Tiere und Wasserbereiche sollten nicht gestört oder beschädigt werden.

Nur wenn Besucher verantwortungsvoll mit solchen Orten umgehen, können sie ihren besonderen Charakter bewahren.

Ein Ausflug, den man nicht so schnell vergisst

Der Kunstgarten am Río Chícamo gehört zu den außergewöhnlichsten Orten, die man von Torrevieja und Orihuela Costa aus innerhalb eines Tages besuchen kann.

Hier gibt es keine perfekt inszenierte Touristenattraktion, keine großen Hinweisschilder und keinen festen Rundgang. Stattdessen entdeckt man einen persönlichen, fantasievollen Ort, der mit viel Kreativität, Geduld und ungewöhnlichen Materialien entstanden ist.

Die persönliche Führung durch den Eigentümer machte unseren Besuch besonders eindrucksvoll. Nachdem wir vorne kräftig an der Glocke geläutet und gewartet hatten, öffnete sich für uns eine kleine Welt voller überraschender Figuren und Geschichten.

Zusammen mit dem Río Chícamo, der alten Mühle, den Palmen, den kargen Badlands und den kleinen Orten rund um Abanilla entsteht ein Tagesausflug, der kaum abwechslungsreicher sein könnte.

Nur etwa eine Stunde von den Stränden, Salzseen und Promenaden von Torrevieja und Orihuela Costa entfernt erlebt man hier eine vollkommen andere Landschaft: still, kreativ, ursprünglich und an vielen Stellen beinahe unwirklich.

Wer geheime Orte, außergewöhnliche Kunst, persönliche Begegnungen und schöne Fotomotive liebt, sollte diesen besonderen Kunstgarten auf seine Ausflugsliste setzen.

Und nicht vergessen: Vorne kräftig an der Glocke läuten.

Karte mit Anfahrt zum „Otro sitio de fotos del chicamo“

Noch mehr außergewöhnliche Ausflugsziele rund um Torrevieja

Der Kunstgarten am Río Chícamo zeigt eindrucksvoll, wie abwechslungsreich das Hinterland von Torrevieja und Orihuela Costa ist. Wer weitere besondere Orte abseits der bekannten Strände entdecken möchte, kann den Ausflug mit einem Besuch der historischen Stadt Orihuela verbinden. Naturfreunde finden am nahe gelegenen Embalse de Santomera Ruhe, schöne Landschaften und weitere Fotomotive. Ebenfalls sehenswert ist die Río-Seco-Route bei Pinar de Campoverde, die durch eine ungewöhnliche Schluchten- und Felslandschaft führt. Noch mehr Inspiration finden Sie in unserer großen Übersicht der schönsten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten rund um Torrevieja und Orihuela Costa.