Prächtige Kostüme, schwere Trommelschläge, eindrucksvolle Blasmusik und scheinbar endlose Formationen: Die Moros y Cristianos in Guardamar del Segura gehören zu den größten und sehenswertesten Sommerveranstaltungen in der Umgebung von Torrevieja und Orihuela Costa.

Wir haben 2026 die große Entrada Cristiana selbst besucht. Der Hauptumzug begann um 20 Uhr und dauerte fast drei Stunden. Bis gegen 23 Uhr zogen immer neue Gruppen über die Hauptstraßen durch das Zentrum von Guardamar.

Wer dabei nur an einen kurzen örtlichen Festumzug denkt, unterschätzt die Veranstaltung deutlich. Die Moros y Cristianos sind eine aufwendig organisierte Mischung aus Geschichte, Tradition, Musik, Theater, Religion und großem Straßenspektakel.

Besonders eindrucksvoll ist die unmittelbare Nähe: Die Zuschauer stehen oder sitzen nur wenige Meter von den Teilnehmern entfernt. Man erkennt jedes Detail der Kostüme, hört die Musiker bereits lange vor ihrer Ankunft und spürt die Trommeln teilweise stärker, als man sie hört.

Für Urlauber und Bewohner aus Torrevieja, La Mata, Punta Prima, Playa Flamenca, La Zenia, Cabo Roig, Campoamor und der gesamten Orihuela Costa lohnt sich die kurze Anfahrt nach Guardamar unbedingt

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Video: Moros y Cristianos 2026 in Guardamar del Segura 🇪🇸 Spektakulärer Festumzug an der Costa Blanca

Das traditionelle Fest gehört zu den eindrucksvollsten Veranstaltungen an der Costa Blanca. Maurische und christliche Gruppen ziehen mit aufwendig gestalteten Kostümen, Musik und großen Inszenierungen durch die Straßen von Guardamar del Segura. Dieses Video zeigt einige der schönsten und spektakulärsten Momente der Veranstaltung. Tipp: Die aufwendigsten Gruppen und Kostüme kommen am Ende.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Fiestas de Moros y Cristianos werden in Guardamar jedes Jahr in der zweiten Julihälfte zu Ehren des Stadtpatrons Sant Jaume beziehungsweise San Jaime gefeiert.

2026 dauerte das offizielle Fest vom 16. bis zum 26. Juli. Während dieser elf Tage fanden unter anderem historische Aufführungen, Umzüge, Konzerte, Feuerveranstaltungen, ein maritimer Markt, religiöse Feiern und die beiden großen Entradas statt.

Die wichtigsten Höhepunkte waren:

  • die Darstellung der Legende von L’Encantà,
  • der Pakt von Tudmir,
  • die Entraeta aller Comparsas,
  • die maurische und die christliche Embajada,
  • die symbolischen Kämpfe um die Stadt,
  • der Día de Sant Jaume am 25. Juli,
  • die Entrada Mora,
  • die Entrada Cristiana,
  • und das abschließende Wasserfeuerwerk am Meer.

Das Fest ist als Fiesta de Interés Turístico Autonómico de la Comunitat Valenciana anerkannt. Es handelt sich damit nicht nur um eine beliebte örtliche Veranstaltung, sondern um ein offiziell ausgezeichnetes Kulturerlebnis der Region Valencia.

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Unser Besuch bei der Entrada Cristiana 2026

Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, besuchten wir die große Entrada Cristiana, den letzten großen Festumzug des Jahres.

Bereits um 18.30 Uhr begann die Entrada de Bandas. Dabei zogen die Musikkapellen der verschiedenen Comparsas durch die Stadt und stimmten Guardamar auf den späteren Hauptumzug ein.

Die eigentliche Entrada Cristiana begann um 20 Uhr an der Avenida País Valencià auf Höhe der Calle Lepanto. Die offizielle Strecke führte anschließend über die Avenida País Valencià und die Calle Mayor bis zur Kreuzung der Calle Mayor mit der Calle Norte.

Der Umzug verlief damit über eine der wichtigsten Achsen des Stadtzentrums und durch den zentralen Bereich rund um die Plaza de la Constitución und die Iglesia de San Jaime.

Wir verfolgten die Veranstaltung entlang der Hauptstraße bis in den Bereich der Kirche. Immer wieder kamen neue Formationen, Musikkapellen und aufwendig gekleidete Teilnehmer hinzu. Gegen 23 Uhr waren noch immer Gruppen unterwegs.

Fast drei Stunden sind eine beachtliche Länge – besonders, weil es sich nicht um drei Stunden mit ständig denselben Bildern handelt. Die Kleidung, Musik, Bewegungen und Inszenierungen wechselten von Comparsa zu Comparsa.

Warum dauert der Umzug so lange?

An den Festlichkeiten nehmen insgesamt zehn Comparsas teil. Fünf gehören zum maurischen und fünf zum christlichen Lager.

Eine Comparsa ist keine kurzfristig zusammengestellte Karnevalsgruppe. Es handelt sich um eine dauerhaft bestehende Festvereinigung mit eigenen Mitgliedern, Symbolen, Traditionen, Musikkapellen und Untergruppen.

Viele Comparsas bringen mehrere Formationen auf die Straße. Dazu kommen die Musiker, besondere Festämter, Fahnenträger, Kindergruppen und teilweise umfangreiche Boatos.

Als Boato bezeichnet man die besonders aufwendig gestaltete Begleitung einer Festgruppe. Dazu können Tänzer, Figuren, thematisch gestaltete Auftritte, besondere Kostüme und weitere szenische Elemente gehören.

Die Gruppen laufen außerdem nicht einfach schnell an den Zuschauern vorbei. Viele bewegen sich bewusst langsam und in geordneten Reihen. Die Bewegungen werden auf die Musik abgestimmt, zwischendurch richten sich die Formationen neu aus.

Das verlängert den Umzug, macht ihn aber auch wesentlich eindrucksvoller.

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Die zehn Comparsas von Guardamar

Die Moros y Cristianos in Guardamar bestehen aus zwei großen Lagern, die auf Spanisch als Bandos bezeichnet werden.

Das maurische Lager

Zum Bando Moro gehören:

  • Moros Nómadas
  • Moros Abd-al-Azíes
  • Moros Negros La Pluma
  • Moros Tuareg
  • Moros Musulmanes

Die maurischen Gruppen fallen häufig durch lange Gewänder, Turbane, eindrucksvolle Kopfbedeckungen, Metallverzierungen, Schmuckelemente, Gesichtsbemalungen und kräftige Stoffe auf.

Ihre Musik ist meist schwerer und langsamer. Tiefe Trommeln und markante Blasinstrumente geben das Tempo vor. Die Gruppen bewegen sich dazu häufig in einem ruhigen, majestätischen Schritt.

Das christliche Lager

Zum Bando Cristiano gehören:

  • Piratas
  • Cruzados
  • Mosquetera
  • Labradores
  • El Cid

Die christlichen Gruppen zeigen sehr unterschiedliche historische und fantasievolle Stile. Zu sehen sind Ritter, Kreuzfahrer, Musketiere, Piraten und Darstellungen der ländlichen Bevölkerung.

Typisch sind Rüstungen, Helme, Umhänge, Leder, Wappen, Schilde, Schwerter und kraftvolle Marschmusik. Manche Formationen wirken streng militärisch, andere bewusst abenteuerlich oder besonders festlich.

Die genaue Reihenfolge der Entrada Cristiana 2026

Bei der von uns besuchten Entrada Cristiana zog zunächst das maurische Lager durch die Stadt.

Die Reihenfolge lautete:

  1. Nómadas
  2. Abd-al-Azíes
  3. La Pluma
  4. Tuareg
  5. Musulmanes

Anschließend folgte das christliche Lager:

  1. Piratas
  2. Cruzados
  3. Mosquetera
  4. Labradores
  5. El Cid

Die Bezeichnung Entrada Cristiana bedeutet also nicht, dass ausschließlich christliche Gruppen teilnehmen. Beide Lager sind zu sehen. Bei der Entrada Cristiana bildet das christliche Lager den abschließenden Schwerpunkt.

Bei der Entrada Mora ist es umgekehrt: Dort ziehen zunächst die christlichen Gruppen, anschließend folgt als Höhepunkt das maurische Lager.

Besucher können daher an beiden großen Entradas grundsätzlich alle zehn Comparsas erleben. Reihenfolge, Festämter und besondere Inszenierungen unterscheiden sich jedoch.

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Keine gewöhnliche Kostümparade

Wer die Veranstaltung zum ersten Mal sieht, könnte sie oberflächlich mit einem Karnevalsumzug vergleichen. Für die Teilnehmer selbst besteht jedoch ein deutlicher Unterschied.

Die Mitglieder der Comparsas verstehen ihre Kleidung nicht als beliebige Verkleidung. Die Kostüme gehören zu einer fest gewachsenen Tradition und zur Identität der jeweiligen Gruppe.

Viele Teilnehmer und Familien sind seit Jahren oder sogar über Generationen mit ihrer Comparsa verbunden. Während der Festwoche treffen sie sich in ihren Cuartelillos beziehungsweise Kábilas, den Vereins- und Festquartieren der christlichen und maurischen Gruppen.

Die moderne zentrale Festorganisation von Guardamar wurde 1980 gegründet. Einige Comparsas entstanden bereits in den 1970er-Jahren. Das heutige Fest ist somit das Ergebnis jahrzehntelanger Vereinsarbeit und nicht nur eine für Touristen organisierte Show.

Was wird bei Moros y Cristianos dargestellt?

Die Feste erinnern allgemein an die wechselvolle Geschichte der Iberischen Halbinsel und an die Zeit muslimischer und christlicher Herrschaften.

In Guardamar besitzt das Fest jedoch einen besonders starken lokalen Bezug. Es geht nicht nur allgemein um „Mauren gegen Christen“, sondern um Ereignisse und Legenden, die unmittelbar mit Guardamar und der Vega Baja verbunden sind.

Dabei sollte man das Fest nicht als historisch exakte Dokumentation verstehen. Es verbindet reale Geschichte mit lokalen Überlieferungen, religiöser Tradition, Theater und moderner Festkultur.

Der Pakt von Tudmir – ein besonderer Bezug zu Guardamar

Eines der wichtigsten historischen Elemente ist der Pakt von Tudmir aus dem Jahr 713.

Der Vertrag wurde zwischen dem westgotischen Herrscher Teodomiro, auf Arabisch Tudmir genannt, und dem muslimischen Heerführer Abd al-Aziz geschlossen. Er regelte die vertragliche Unterstellung mehrerer Orte im Südosten der Iberischen Halbinsel unter die neue muslimische Herrschaft.

Auch das Gebiet des heutigen Guardamar gehörte zu dieser Region.

Während der Festtage wird die Unterzeichnung dieses Vertrages szenisch dargestellt. Dadurch unterscheidet sich das Fest in Guardamar von vielen anderen Moros-y-Cristianos-Veranstaltungen an der Costa Blanca.

Die Aufführung zeigt, dass Geschichte nicht immer nur aus Schlachten und Eroberungen bestand. Der Pakt steht auch für Verhandlungen, politische Abmachungen und den Versuch, einen Herrschaftswechsel vertraglich zu regeln.

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Die Legende von L’Encantà

Ein weiteres Element, das eng mit Guardamar verbunden ist, ist die Legende von L’Encantà, der verzauberten jungen Frau.

Der Überlieferung zufolge kann sie nur von einem mutigen Krieger befreit werden. Dieser muss zunächst gegen böse Kräfte kämpfen und anschließend ihre Füße im Wasser des Río Segura baden.

Die Geschichte wird zu Beginn der Festtage in einer Inszenierung mit Licht, Wasser, Feuer, Musik und Tanz dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch die Dama de Guardamar feierlich vorgestellt und gekrönt.

L’Encantà verleiht dem Fest einen märchenhaften und beinahe mystischen Auftakt. Die Legende gehört zu den Details, die man bei einem allgemeinen Bericht über Moros y Cristianos leicht übersieht, die für Guardamar aber besonders charakteristisch sind.

Sant Jaume – der Schutzpatron von Guardamar

Die Festtage werden zu Ehren von Sant Jaume, auf Spanisch San Jaime und auf Deutsch der heilige Jakobus, gefeiert.

Der 25. Juli ist der eigentliche Patronatstag. Sant Jaume gilt seit der christlichen Eroberung und Neubesiedlung Guardamars im Jahr 1271 als Schutzpatron der Stadt.

Deshalb gehören zu den Festlichkeiten nicht nur große Umzüge und historische Darstellungen, sondern auch religiöse Veranstaltungen.

Am Día de Sant Jaume finden traditionell eine Mascletà, eine Blumenopfergabe, eine feierliche Messe und die Prozession mit der Figur des Stadtpatrons statt.

Die Verbindung aus religiöser Feier und Moros-y-Cristianos-Tradition ist typisch für viele Orte der Provinz Alicante. In Guardamar ist sie besonders sichtbar, weil die Iglesia de San Jaime mitten im zentralen Veranstaltungsbereich liegt.

Embajadas, Guerrillas und der Kampf um die Stadt

Zu den spannendsten Veranstaltungen der Festwoche gehören die Guerrillas und Embajadas.

Die Guerrillas stellen die bewaffneten Auseinandersetzungen der beiden Lager dar. Dabei kommen traditionelle Waffenattrappen und Schießpulver zum Einsatz. Die Veranstaltungen sind laut und von starken Knalleffekten begleitet.

Bei den Embajadas treten die Botschafter des maurischen und christlichen Lagers gegeneinander an. In gesprochenen Szenen fordern sie die Übergabe der Stadt beziehungsweise der symbolischen Festung.

Zunächst übernimmt das maurische Lager die Kontrolle. Später folgt die christliche Rückeroberung.

Ein besonderes Element in Guardamar ist der Juicio del Moro Traidor, der Prozess gegen den „verräterischen Mauren“. Diese Inszenierung gehört zu den charakteristischen Bestandteilen der örtlichen Festtradition.

Moros y Cristianos Guardamar: Umzugswagen mit Totenkampf.

Die wichtigsten Veranstaltungen des Festes 2026

Die Festwoche bestand nicht nur aus den beiden großen Entradas.

Eröffnung mit Street Food

Am 16. Juli begann das Fest mit einem Street-Food-Angebot im Parque Reina Sofía. Dort trafen gastronomische Stände, Musik und lockere Sommeratmosphäre aufeinander.

Pregón und L’Encantà

Am 17. Juli folgten der Umzug der Damen und Festämter, die offizielle Festrede, die Präsentation der Cargos Festeros und die Proklamation der Dama de Guardamar.

An diesem Abend wurde auch die Legende von L’Encantà dargestellt.

Desfile Multicolor

Der Desfile Multicolor am 18. Juli ist wesentlich lockerer als die historischen Umzüge. Es handelt sich um einen fröhlichen Kostümwettbewerb mit Musik und Unterhaltung.

Konzerte der Festmusik

Am 19. Juli standen mehrere Konzerte im Zeichen der Música Festera. Diese Musik ist ein zentraler Bestandteil der gesamten Veranstaltung und weit mehr als eine Hintergrundbegleitung.

Mercadillo Marinero und Correfocs

Am 20. Juli wurde der maritime Markt an der Avenida Cervantes eröffnet.

Am Abend folgte der Correfocs. Dabei bewegen sich als Dämonen und Fantasiegestalten gekleidete Teilnehmer mit Funken, Feuer und pyrotechnischen Effekten durch die Straßen.

Wer das Geschehen aus unmittelbarer Nähe verfolgt, sollte geeignete Kleidung tragen und die Hinweise der Veranstalter beachten.

Entraeta und Pakt von Tudmir

Am 21. Juli zogen bei der Entraeta alle zehn Comparsas mit ihren Musikkapellen durch das Zentrum.

Anschließend wurde der Pakt von Tudmir dargestellt.

Erste Guerrilla und maurische Embajada

Am 22. Juli folgten die erste Guerrilla und die Embajada Mora. Dabei übernahm das maurische Lager symbolisch die Kontrolle über die Stadt beziehungsweise die Festung.

Zweite Guerrilla und christliche Embajada

Am 23. Juli wurde die Auseinandersetzung fortgesetzt. Die christliche Embajada endete mit der symbolischen Rückeroberung und dem Juicio del Moro Traidor.

Entrada Mora

Die Entrada Mora fand am 24. Juli ab 20 Uhr statt. Bei diesem Umzug bildete das maurische Lager den großen Abschluss.

Día de Sant Jaume

Am 25. Juli standen die Veranstaltungen zu Ehren des Schutzpatrons im Mittelpunkt: Mascletà, Blumenopfer, Messe und Prozession.

Entrada Cristiana und Wasserfeuerwerk

Am 26. Juli folgten die Entrada de Bandas und die von uns besuchte Entrada Cristiana.

Nach Ende des Umzugs wurde an der Playa de la Roqueta ein Wasserfeuerwerk gezündet. Damit endeten die Festtage am Mittelmeer.

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Die Musik bestimmt den gesamten Umzug

Ohne Musik wären die Moros y Cristianos kaum vorstellbar.

Die Musikkapellen geben Tempo, Stimmung und Charakter der jeweiligen Formation vor. Die Teilnehmer richten ihre Schritte und Bewegungen nach dem Rhythmus.

Typische Musikformen sind:

Marcha Mora: Langsam, schwer und rhythmisch. Sie begleitet vor allem maurische Gruppen.

Marcha Cristiana: Kraftvoller, militärischer und häufig etwas schneller.

Pasodoble: Festlich, lebendig und besonders bei Einzügen, Konzerten und allgemeinen Festveranstaltungen verbreitet.

Entlang der Straßen von Guardamar wird die Musik von den Häuserfassaden reflektiert. Dadurch wirkt sie noch intensiver.

Vor allem Trommeln und große Blasinstrumente sind bereits aus einiger Entfernung zu hören. Wenn anschließend eine komplette Kapelle unmittelbar vorbeizieht, ist die Lautstärke erheblich.

Für kleine Kinder und sehr geräuschempfindliche Besucher ist ein leichter Gehörschutz sinnvoll.

Die besten Stellen zum Zuschauen

Die Parade verläuft über die Avenida País Valencià und die Calle Mayor.

An breiteren Stellen der Avenida lassen sich vollständige Formationen besonders gut betrachten. Dort sieht man die Reihen, Bewegungen und Kostüme besser als in sehr engen Straßenabschnitten.

Im Bereich der Calle Mayor, der Plaza de la Constitución und der Iglesia de San Jaime ist die Atmosphäre besonders intensiv. Gleichzeitig kann es dort deutlich voller werden.

Wer fotografieren oder filmen möchte, sollte einen Standort wählen, an dem Straßenlaternen, Bäume, Verkehrsschilder oder Zuschauer in der ersten Reihe den Blick nicht verdecken.

Da der Umzug um 20 Uhr beginnt, verändert sich das Licht während der Veranstaltung. Zu Beginn ist noch viel natürliches Abendlicht vorhanden. Später wirken Beleuchtung, Metallteile und kräftige Farben dramatischer, während das Fotografieren technisch anspruchsvoller wird.

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Wie früh sollte man kommen?

Bei den großen Entradas ist eine Ankunft mindestens 60 bis 90 Minuten vor Beginn empfehlenswert.

Für die Entrada Cristiana bedeutet das: möglichst zwischen 18.30 und 19 Uhr im Zentrum sein.

Wer bereits die Entrada de Bandas sehen möchte, sollte noch früher ankommen.

Die frühe Anreise hat mehrere Vorteile:

  • Sie finden leichter einen guten Standort.
  • Die Parkplatzsuche ist entspannter.
  • Sie können vor dem Umzug noch etwas essen oder trinken.
  • Sie erleben bereits den Einzug der Musikkapellen.
  • Sie vermeiden den stärksten Verkehr unmittelbar vor Veranstaltungsbeginn.

Eintritt und Sitzplätze

Der Umzug findet im öffentlichen Straßenraum statt und kann grundsätzlich kostenlos verfolgt werden.

Entlang einzelner Abschnitte können organisierte Sitzplätze aufgestellt werden. Ob und wie diese reserviert oder vergeben werden, kann sich von Jahr zu Jahr ändern.

Wer ohne reservierten Platz kommt, sollte mit längerem Stehen rechnen. Bei einer Dauer von fast drei Stunden sind bequeme Schuhe wichtig.

Für ältere Besucher oder Menschen, die nicht lange stehen können, lohnt es sich, frühzeitig nach den aktuellen Sitzplatzregelungen zu fragen.

Hitze, Wasser und Kleidung

Ende Juli ist es in Guardamar auch am Abend noch warm. Obwohl der Umzug erst um 20 Uhr beginnt, kann die Temperatur zu dieser Zeit deutlich über 25 Grad liegen.

Empfehlenswert sind:

  • leichte Kleidung,
  • ausreichend Wasser,
  • bequeme Schuhe,
  • ein Fächer,
  • eine kleine Powerbank für das Mobiltelefon,
  • und bei Kindern gegebenenfalls Gehörschutz.

Bei Correfocs und Veranstaltungen mit Funkenflug gelten andere Anforderungen. Dort sollten keine besonders leicht entzündlichen Kleidungsstücke getragen werden.

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Anreise aus Torrevieja

Guardamar del Segura liegt direkt nördlich von Torrevieja.

Vom Zentrum Torreviejas beträgt die Strecke mit dem Auto ungefähr 14 Kilometer. Unter normalen Bedingungen dauert die Fahrt über die N-332 etwa 15 bis 20 Minuten.

Von La Mata ist Guardamar noch schneller erreichbar.

Während der großen Festabende sollte allerdings deutlich mehr Zeit eingeplant werden. Die Zufahrtsstraßen sind stärker belastet, Teile des Zentrums werden gesperrt und Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Umzugsstrecke sind knapp.

Eine Abfahrt aus Torrevieja spätestens gegen 18 Uhr ist für einen um 20 Uhr beginnenden Hauptumzug vernünftig. Wer die Entrada de Bandas sehen möchte, sollte entsprechend früher starten.

Anreise aus Orihuela Costa

Auch von Orihuela Costa ist Guardamar gut erreichbar.

Von La Zenia sind es mit dem Auto ungefähr 21 bis 25 Kilometer. Aus Punta Prima ist die Strecke etwas kürzer, aus Cabo Roig und Campoamor etwas länger.

Je nach Ausgangspunkt und Verkehr dauert die Fahrt normalerweise ungefähr 25 bis 35 Minuten.

An einem großen Festabend sollte mit zusätzlicher Fahr- und Parkplatzzeit gerechnet werden. Eine Stunde Reserve ist keinesfalls übertrieben.

Die einfachste Verbindung führt in der Regel über die N-332 in Richtung Torrevieja, La Mata und Guardamar.

Wo parkt man am besten?

Während der Entradas sollte man nicht versuchen, direkt an der Avenida País Valencià oder der Calle Mayor einen Parkplatz zu finden.

Besser ist es, das Fahrzeug außerhalb des unmittelbaren Zentrums abzustellen und die letzten zehn bis zwanzig Minuten zu Fuß zu gehen.

Nach Ende des Umzugs lösen sich mehrere tausend Zuschauer gleichzeitig aus dem Zentrum. Selbst wenn das eigene Auto günstig steht, kann die Abfahrt deshalb etwas dauern.

Ein weiter entfernter Parkplatz ist häufig praktischer als ein vermeintlich perfekter Stellplatz in einer engen Seitenstraße, aus der man später kaum herauskommt.

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Lässt sich das Fest mit einem Ausflug verbinden?

Die Veranstaltung beginnt erst am Abend. Deshalb lässt sie sich hervorragend mit einem Tagesausflug nach Guardamar kombinieren.

Am Vormittag bietet sich ein Spaziergang durch den Parque Reina Sofía an. Der Park liegt zentral und ist besonders für Familien interessant. Dort gibt es Teiche, schattige Wege, Spielplätze sowie frei lebende Pfauen, Enten und andere Tiere.

Anschließend können Sie die ausgedehnte Pinien- und Dünenlandschaft des Parque Alfonso XIII erkunden. Die Wege führen durch einen ungewöhnlich grünen Küstenstreifen bis zum Meer.

Auch die langen Sandstrände von Guardamar eignen sich für einige entspannte Stunden vor dem Fest.

Am späteren Nachmittag lohnt sich der Aufstieg zum Castillo de Guardamar. Von den Überresten der ehemaligen Festung bietet sich ein weiter Blick über die Stadt, die Vega Baja, die Küste und die Mündung des Río Segura.

Danach bleibt genügend Zeit für ein frühes Abendessen, bevor die Entrada beginnt.

Wer einen vollständigen Guardamar-Tag plant, könnte ihn so gestalten:

Vormittags Parque Reina Sofía und Dünenwald, anschließend Mittagessen oder Strand, am späten Nachmittag Castillo und Altstadt, danach Abendessen und ab 18.30 Uhr Festprogramm.

Essen während der Festtage

Während der Festtage ist im Zentrum wesentlich mehr Betrieb als gewöhnlich.

Restaurants und Bars entlang der Hauptstraßen sind vor Beginn der großen Umzüge schnell ausgelastet. Wer in Ruhe essen möchte, sollte entweder reservieren oder deutlich vor 19 Uhr eintreffen.

Guardamar ist besonders für seine mediterrane Küche, Reisgerichte, Fisch und die örtlichen Langostinos bekannt.

Während der Festwoche kommen Street-Food-Angebote und weitere gastronomische Veranstaltungen hinzu.

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Ist das Fest für Kinder geeignet?

Grundsätzlich ja. Viele Familien aus Guardamar besuchen die Veranstaltungen gemeinsam mit ihren Kindern, und auch Kinder nehmen aktiv in den Comparsas teil.

Die langen Umzüge sind farbenprächtig und bieten ständig neue Eindrücke.

Allerdings sollte man die Dauer nicht unterschätzen. Fast drei Stunden sind für kleine Kinder lang. Hinzu kommen laute Musik, Trommeln, Feuerwerk und bei den Guerrillas Knalleffekte.

Ein Standort, von dem man sich bei Bedarf unkompliziert entfernen kann, ist für Familien häufig besser als ein Platz mitten in der dichtesten Zuschauermenge.

Entrada Mora oder Entrada Cristiana – welche ist besser?

Beide Umzüge sind sehenswert.

Die Entrada Mora wirkt durch die schweren Rhythmen, langen Gewänder, Turbane und fantasievollen orientalischen Elemente häufig besonders mystisch und opulent.

Die Entrada Cristiana bietet Rüstungen, Ritter, Piraten, Musketiere, kraftvolle Märsche und einen starken Abschluss der gesamten Festwoche.

Wer nur einen Abend besuchen kann, macht mit keiner der beiden Veranstaltungen etwas falsch.

Die Entrada Cristiana besitzt den zusätzlichen Vorteil, dass anschließend das große Wasserfeuerwerk an der Playa de la Roqueta stattfindet.

Wer die Veranstaltung vollständig kennenlernen möchte, sollte sowohl die Entrada Mora als auch die Entrada Cristiana besuchen.

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Kleine Zusammenfassung: Moros y Cristianos Guardamar

Die Moros y Cristianos in Guardamar del Segura gehören zu den Veranstaltungen, deren Größe man auf Fotos kaum richtig einschätzen kann.

Erst vor Ort wird deutlich, wie viele Menschen, Musikkapellen, Kostüme und monatelange Vorbereitungen hinter dem Fest stehen.

Die von uns besuchte Entrada Cristiana begann um 20 Uhr und dauerte bis etwa 23 Uhr. Fast drei Stunden lang zogen immer neue Formationen durch das Zentrum – und trotzdem wirkte der Umzug nicht langweilig oder unnötig lang.

Dafür waren die Unterschiede zwischen den Comparsas, die Musik und die vielen Details der Kostüme zu groß.

Besonders interessant ist der starke Bezug zur Geschichte Guardamars: der Pakt von Tudmir, die Legende von L’Encantà, die symbolischen Kämpfe um die Stadt, der Juicio del Moro Traidor und die Verehrung des Stadtpatrons Sant Jaume.

Dadurch ist das Fest weit mehr als eine schöne Parade.

Für Besucher aus Torrevieja ist Guardamar nur ungefähr 15 bis 20 Autominuten entfernt. Auch aus Orihuela Costa ist die Veranstaltung ohne lange Anfahrt erreichbar.

Wer Ende Juli an der südlichen Costa Blanca lebt oder Urlaub macht, sollte sich die Termine deshalb unbedingt vormerken.

Die Moros y Cristianos in Guardamar del Segura sind laut, farbenprächtig, traditionsreich und spektakulär – und zweifellos eines der größten sommerlichen Kulturerlebnisse in unmittelbarer Nähe von Torrevieja und Orihuela Costa.

Guardamar, Torrevieja und Orihuela Costa weiter entdecken

Ein Besuch der Moros y Cristianos lässt sich hervorragend mit einem Ausflug durch Guardamar del Segura verbinden. In unserem ausführlichen Reiseführer über Guardamar del Segura finden Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Strände und Ausflugstipps für einen vollständigen Tag vor dem abendlichen Festumzug.

Besonders sehenswert sind der familienfreundliche Parque Reina Sofía mit seinen frei lebenden Tieren, die geschichtsträchtige Burgruine Castillo de Guardamar mit ihrer herrlichen Aussicht und die langen Sandstrände von Guardamar del Segura.

Noch mehr Ideen für Unternehmungen finden Sie in unserer großen Übersicht der schönsten Ausflugsziele rund um Torrevieja und Orihuela Costa. Aktuelle Feste, Konzerte und besondere Veranstaltungen veröffentlichen wir regelmäßig in unserem Veranstaltungskalender für Torrevieja und die Costa Blanca.