Nur wenige Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt, versteckt sich ein Naturjuwel, das selbst viele Costa-Blanca-Besucher noch gar nicht kennen: der Naturpark El Fondo (spanisch: Parque Natural El Hondo, valencianisch: El Fondó).
Dieses weitläufige Feuchtgebiet zwischen den Städten Elche und Crevillente ist ein wahres Paradies für Vogelbeobachter, Naturfotografen und alle, die einfach mal dem Trubel der Küste entfliehen möchten.
Entdecken Sie den Naturpark El Fondo bei Elche – Heimat von über 170 Vogelarten, darunter Flamingos, Purpurreiher und die seltene Weißkopf-Ruderente. Ein Highlight für Natur- und Vogelfreunde an der Costa Blanca.

Naturpark El Fondo zum Wandern und Entspannen
Von der Salzgewinnung zum Naturparadies
Der Naturpark, der heute als eines der bedeutendsten Feuchtgebiete Spaniens gilt, war ursprünglich Teil eines Systems von Sümpfen und Salinen, die über Jahrhunderte hinweg zur Salz- und Landwirtschaftsnutzung dienten.
Mit dem Bau des Stausees El Hondo entstanden große Wasserflächen, die heute nicht nur der Bewässerung der umliegenden Felder dienen, sondern auch Lebensraum für unzählige Tierarten bieten.
Das Gebiet ist heute als Ramsar-Gebiet international geschützt – ein Status, der es in eine Reihe mit weltbekannten Feuchtgebieten wie dem Okavango-Delta oder dem Donaudelta stellt.
Landschaften zum Durchatmen
Wer den Naturpark besucht, wird schnell merken: Hier regiert die Ruhe. Die Landschaft ist geprägt von spiegelnden Seen, schmalen Kanälen, ausgedehnten Schilffeldern und weiten Salzebenen.
Je nach Jahreszeit verändert sich das Bild komplett – im Frühjahr blüht alles in sattem Grün, im Sommer leuchtet das Schilf goldgelb und im Winter taucht ein sanfter Nebel über den Wasserflächen auf.
Zwischen den Hauptbecken führen Wanderwege und Stege zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen man oft schon nach wenigen Minuten die ersten Flamingos oder Reiher erspäht.

Ein Paradies für Vogelbeobachter
Der Naturpark El Fondo ist berühmt für seine Artenvielfalt. Über 170 verschiedene Vogelarten wurden hier gezählt, darunter seltene und vom Aussterben bedrohte Arten wie:
- Weißkopf-Ruderente (Oxyura leucocephala) – eine echte Rarität in Europa
- Purpurreiher – elegant und perfekt getarnt im Schilf
- Löffler – mit markantem Schnabel auf Futtersuche
- Flamingos – vor allem im Herbst und Winter in großer Zahl
- Seidenreiher, Stelzenläufer, Säbelschnäbler – typische Bewohner der Feuchtgebiete
Der Naturpark El Fondo ist nicht ohne Grund ein Hotspot für Ornithologen und Naturfotografen aus aller Welt. Über 170 verschiedene Vogelarten wurden hier offiziell gezählt – von häufig vorkommenden Arten bis hin zu seltenen, international geschützten Vögeln, die in Europa nur an wenigen Orten vorkommen.
Besonders stolz ist man hier auf die Weißkopf-Ruderente (Oxyura leucocephala), eine der seltensten Entenarten weltweit. Mit ihrem auffälligen weißen Kopf und dem leuchtend blauen Schnabel ist sie ein echter Hingucker – und zugleich ein Symbol für den erfolgreichen Artenschutz im Park.
Ebenso faszinierend ist der Purpurreiher, der fast lautlos durch die Schilfgürtel streift. Sein rötlich-violettes Gefieder tarnt ihn perfekt zwischen den Halmen, und wer ihn erspäht, erlebt einen stillen, fast magischen Moment.
Die Löffler mit ihrem charakteristischen, löffelförmigen Schnabel sind vor allem in den seichten Wasserzonen unterwegs, wo sie gemächlich nach Nahrung „fischen“. Ihre eleganten, langsamen Bewegungen wirken fast wie ein Tanz.
Natürlich dürfen auch die Flamingos nicht fehlen – ihre pinkfarbenen Federn setzen im Sonnenlicht spektakuläre Akzente vor der Kulisse aus Wasser und Schilf. Besonders im Herbst und Winter versammeln sich große Schwärme dieser ikonischen Vögel im Park.
Daneben bevölkern Seidenreiher, Stelzenläufer und Säbelschnäbler die Uferbereiche. Diese Arten gehören zum charakteristischen Bild der Feuchtgebiete und lassen sich oft schon aus nächster Nähe beobachten.
Für viele Vogelarten ist El Fondo weit mehr als nur ein Nistplatz – es ist ein entscheidender Rast- und Überwinterungsort auf einer der wichtigsten Vogelzugrouten der Welt. Jedes Jahr machen hier Millionen von Zugvögeln Halt, um Kraft für die Weiterreise zwischen Afrika und Nordeuropa zu sammeln. Diese einzigartige Lage macht den Park zu einem Naturerlebnis, das sich ständig verändert – kein Besuch gleicht dem anderen.
Für viele Arten ist El Fondo ein wichtiger Rast- und Überwinterungsplatz auf dem Zugweg zwischen Afrika und Nordeuropa.

Besucherzentrum & Rundwege
Der beste Ausgangspunkt für einen Besuch ist das Centro de Interpretación del Parque Natural El Hondo in der Nähe von Crevillente.
Hier erhält man Karten, Infos zu aktuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Tipps für die verschiedenen Routen.
Es gibt mehrere Rundwege – von kurzen Spaziergängen bis zu längeren Touren von 4–6 Kilometern.
Viele Wege sind gut begehbar und auch für Familien mit Kindern geeignet. An den wichtigsten Punkten befinden sich Beobachtungshütten, von denen aus man ungestört die Tierwelt beobachten kann.
Beste Besuchszeit
Grundsätzlich ist der Naturpark das ganze Jahr über einen Ausflug wert, aber Frühjahr und Herbst sind für Vogelbeobachter die spannendsten Zeiten.
Im Frühling brüten viele Arten, und im Herbst rasten Zugvögel auf ihrem Weg in den Süden.
Im Sommer kann es heiß werden – dann lohnt sich ein Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag.
Praktische Tipps für den Besuch
- Eintritt: Der Park ist frei zugänglich
- Öffnungszeiten: Offiziell von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang
- Ausrüstung: Fernglas und Kamera nicht vergessen
- Schuhwerk: Bequeme, feste Schuhe – Wege können uneben sein
- Sonnenschutz: Vor allem im Sommer wichtig, da es wenig Schatten gibt
- Wasser mitnehmen: Trinkmöglichkeiten gibt es im Park selbst nicht
Besucherzentrum – Centro de Interpretación Parque Natural El Hondo
Der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch im Naturpark ist das Centro de Interpretación Parque Natural El Hondo in der Nähe von Crevillente.
Hier erhalten Sie aktuelle Informationen zu den Vogelbeständen, Karten mit den schönsten Wanderwegen und Hinweise zu den besten Beobachtungspunkten.
Eine kleine Ausstellung vermittelt spannende Fakten über die Flora und Fauna des Parks – perfekt, um sich vorab einen Überblick zu verschaffen.
Vom Besucherzentrum aus starten mehrere markierte Routen, die zu Beobachtungshütten und Aussichtspunkten führen. So können Sie den Park auf eigene Faust entdecken und haben zugleich die besten Chancen, seltene Vogelarten wie die Weißkopf-Ruderente oder den Purpurreiher zu sehen.

El Fondo und El Hondo sind im Grunde derselbe Ort – nur mit zwei verschiedenen Schreibweisen, die aus der Sprachsituation in der Region Valencia stammen.
- Naturpark El Hondo → spanische Bezeichnung (Castellano)
- Naturpark El Fondo → valencianische Bezeichnung (Valencià / Katalanisch)
Der offizielle Name des Schutzgebietes ist Parque Natural El Hondo (Parc Natural El Fondo auf Valencianisch).
Beide Begriffe meinen dieses große Feuchtgebiet zwischen Elche und Crevillente an der Costa Blanca, das aus zwei großen Stauseen und angrenzenden Feuchtflächen besteht.
In der Praxis sieht man:
- Auf spanischen Straßenschildern und in offiziellen Papieren meistens „El Hondo“.
- Auf valencianischen Schildern und in regionalen Medien oft „El Fondo“.
Verbindung zu Torrevieja & Umgebung
Von Torrevieja aus ist der Naturpark El Fondo in etwa 35 Minuten mit dem Auto erreichbar.
Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Bummel durch Elche (berühmt für seinen Palmenhain) oder einem Abstecher an die Salzseen von Santa Pola verbinden.
So kann man Natur, Kultur und Küste perfekt kombinieren.
Naturpark El Fondo – Ein Ort zum Entschleunigen
Der Naturpark El Fondo ist einer dieser Orte, die man nicht vergisst.
Das sanfte Rauschen des Schilfs, das Rufen der Vögel, das Glitzern des Wassers in der Sonne – hier findet man eine Ruhe, die an der belebten Küste selten geworden ist.
Ob als Tagesausflug, Fototour oder kurze Auszeit – wer Natur liebt, sollte sich dieses Highlight der Costa Blanca nicht entgehen lassen.
Karte für die Anfahrt zum Naturpark El Fondo:
Wer nun Lust bekommen hat, den Naturpark El Fondo selbst zu erleben, sollte einen Blick auf unsere ausführliche Park-Übersicht werfen.
Dort finden Sie alle wichtigen Informationen zur Anfahrt, den schönsten Rundwegen und den besten Jahreszeiten für einen Besuch.
Und falls Sie schon vorab in die besondere Atmosphäre eintauchen möchten:
Unsere Fotogalerie vom Stausee El Hondo und Naturpark El Fondo zeigt Ihnen Aufnahmen – von eleganten Flamingos über seltene Weißkopf-Ruderenten bis hin zu den weiten Wasserlandschaften, die diesen Park so einzigartig machen.
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