Es gibt Ausflugsziele, die nett sind. Und es gibt Orte, bei denen man kurz innehält und denkt: Das sieht doch nicht echt aus. Die Geoda de Pulpí gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Tief im Inneren der ehemaligen Mina Rica, in der Nähe von Pulpí in der Provinz Almería, verbirgt sich eine riesige Kristallkammer, die eher wie eine Szene aus einem Abenteuerfilm wirkt als wie ein reales Naturwunder in Südspanien.
Von außen sieht man erst einmal wenig Spektakuläres: karge Hänge, trockene Erde, helle Felsen, die typische Landschaft zwischen Murcia und Almería. Doch unter der Oberfläche wartet eine der außergewöhnlichsten geologischen Sehenswürdigkeiten Spaniens. Die Geoda de Pulpí ist eine große Hohlkammer, deren Innenwände mit riesigen, transparenten Gipskristallen ausgekleidet sind. Manche dieser Kristalle erreichen fast zwei Meter Länge. Das Ergebnis ist ein natürlicher Kristallraum, der über Jahrtausende entstanden ist und heute streng geschützt wird.
Für Urlauber und Residenten aus Torrevieja ist die Geoda de Pulpí ein besonderes Ziel für einen Tagesausflug. Die Fahrt ist zwar etwas länger als zu vielen klassischen Ausflugszielen an der Costa Blanca, aber genau das macht den Besuch auch reizvoll. Man verlässt die bekannte Küstenwelt rund um Torrevieja, fährt Richtung Süden und landet schließlich an einem Ort, der sich komplett anders anfühlt: stiller, tiefer, geheimnisvoller.
Geoda de Pulpí, die ganz besondere Höhle

Ein Kristallpalast unter der Erde ✨
Die Geoda de Pulpí liegt in der Mina Rica, einer ehemaligen Mine in El Pilar de Jaravía, einem Ortsteil von Pulpí. Die Geode selbst ist etwa 8 Meter lang, rund 1,7 Meter hoch und ungefähr 1,8 Meter breit. Das klingt auf dem Papier vielleicht gar nicht riesig. Doch sobald man in diese Kristallkammer blickt, versteht man sofort, warum dieser Ort so besonders ist.
Die Wände sind mit großen, schimmernden Gipskristallen bedeckt. Sie wirken fast durchsichtig, teilweise wie Eis, teilweise wie Glas, aber sie sind natürlich gewachsen. Keine künstliche Dekoration, kein Showeffekt, kein Museumstrick. Alles, was man dort sieht, ist das Ergebnis von Wasser, Mineralien, Hohlräumen, Temperatur, chemischen Prozessen und unfassbar viel Zeit.
Wichtig zu wissen: Besucher dürfen nicht komplett in die Geode hineingehen. Man sieht sie durch die natürliche Öffnung und kann sich kontrolliert hineinbeugen. Das ist kein Nachteil, sondern notwendig. Die Kristalle sind empfindlich. Ein unachtsamer Tritt, eine Berührung oder zu viel Belastung könnten Schäden verursachen, die nie wieder rückgängig zu machen wären. Die Geoda de Pulpí ist kein Raum zum Betreten, sondern ein Naturwunder, dem man sich vorsichtig nähert.
Die Geschichte der Mina Rica ⛏️
Bevor die Geoda de Pulpí entdeckt und berühmt wurde, war die Mina Rica ein Arbeitsort. In der Sierra del Aguilón wurde über viele Jahrzehnte Bergbau betrieben. Hier ging es nicht um Tourismus, Selfies oder spektakuläre Führungen, sondern um harte Arbeit unter der Erde. Männer bewegten sich durch enge Stollen, bauten Mineralien ab, arbeiteten mit Werkzeugen, Staub, Lärm und körperlicher Belastung.
Diese Vergangenheit spürt man während der Führung. Man besucht nicht einfach eine hübsche Kristallhöhle, sondern eine alte Mine mit Geschichte. Die Gänge, Stufen, Ebenen und Erklärungen machen deutlich, dass dieser Ort lange vor seiner touristischen Bedeutung ein Teil des industriellen und bergbaulichen Lebens der Region war.
Die Geode selbst wurde im Dezember 1999 von Mitgliedern einer mineralogischen Gruppe entdeckt. Und genau hier beginnt einer der spannendsten Gedanken rund um diesen Ort: War sie wirklich bis dahin völlig unbekannt? Oder hatten frühere Bergleute vielleicht schon eine Ahnung, dass sich hier etwas Besonderes verbirgt?
Offiziell gilt die Entdeckung von 1999 als entscheidender Moment. Aber bei alten Minen bleibt immer ein Restgeheimnis. Vielleicht wurde die Kammer früher nie erreicht. Vielleicht war der Zugang zu unscheinbar. Vielleicht sah jemand Kristalle, ohne die Bedeutung zu erkennen. Beweisen lässt sich das nicht. Genau solche Fragen machen die Mina Rica aber noch interessanter. Sie ist nicht nur ein geologisches Ziel, sondern auch ein Ort voller Geschichten, Vermutungen und stiller Spuren aus einer anderen Zeit.
Was den Besuch besonders macht
Der Reiz der Geoda de Pulpí liegt nicht nur in der Geode selbst. Natürlich ist sie der Höhepunkt. Aber der Weg dorthin gehört zum Erlebnis. Man betritt die Mina Rica mit Helm, folgt dem Guide durch die alten Galerien und erfährt unterwegs mehr über Mineralien, Bergbau, geologische Formationen und die Entstehung dieser besonderen Landschaft.
Die Führung ist kein trockener Museumsrundgang. Man bewegt sich wirklich durch eine ehemalige Mine. Man steigt hinab, läuft durch unterirdische Bereiche, sieht Felsstrukturen, alte Abbauspuren und mineralische Besonderheiten. Stück für Stück nähert man sich dem eigentlichen Höhepunkt.
Und dann kommt dieser Moment: Man steht vor dem Zugang zur Geode, wartet kurz, beugt sich hinein und sieht plötzlich diese Kristallkammer. Der Blick dauert nicht ewig, aber er bleibt hängen. Gerade weil man nicht frei darin herumläuft, wirkt der Moment fast intensiver. Es ist ein kurzer, konzentrierter Blick in eine verborgene Welt.
Alle wichtigen Fakten zur Geoda de Pulpí 📌
| Thema | Information |
|---|---|
| Name | Geoda de Pulpí |
| Ort | Mina Rica, El Pilar de Jaravía, Pulpí, Provinz Almería |
| Adresse | Calle Sierra de los Filabres, 04648 Pulpí, Almería |
| Entfernung ab Torrevieja | ca. 180 bis 200 Kilometer, je nach Route |
| Fahrzeit ab Torrevieja | ca. 2 bis 2,5 Stunden mit dem Auto |
| Besonderheit | Große Geode mit transparenten Gipskristallen |
| Größe der Geode | ca. 8 Meter lang, 1,7 Meter hoch und 1,8 Meter breit |
| Kristalle | Gipskristalle, teilweise fast 2 Meter lang |
| Entdeckung | Dezember 1999 |
| Besuchsart | Nur im Rahmen einer geführten Tour |
| Dauer der Führung | ca. 120 Minuten |
| Abstieg | vom ersten bis zum vierten Niveau der Mine |
| Höhenunterschied | ca. 45 Meter |
| Treppen | insgesamt 164 Stufen |
| Zugang zur Geode | Man schaut durch die Öffnung hinein, ein kompletter Einstieg ist nicht erlaubt |
| Mindestalter | Kinder unter 8 Jahren dürfen nicht hinein |
| Eintritt Erwachsene | aktuell 25 Euro |
| Eintritt Kinder 8 bis 16 Jahre | aktuell 12 Euro |
| Ermäßigter Eintritt | aktuell 18 Euro für bestimmte Gruppen |
| Deutsch-Audioguide | verfügbar, aktuell gegen Aufpreis |
| Fotos | Private Fotos und Videos im Inneren sind nicht erlaubt |
| Kleidung | Bequeme Kleidung und vollständig geschlossene Schuhe |
| Wichtig | Tickets vorher reservieren und etwa 30 Minuten vor Beginn da sein |
| Zusätzlich inklusive | Besuch des Castillo de San Juan de los Terreros sowie weiterer lokaler Ausstellungsräume |
So läuft die Besichtigung ab 🚶♂️
Die Besichtigung der Geoda de Pulpí findet ausschließlich mit Führung statt. Man kann also nicht einfach spontan allein in die Mine gehen. Das ist auch sinnvoll, denn die Mina Rica ist ein geschützter und sensibler Ort. Außerdem wäre der Besuch ohne Erklärungen nur halb so spannend.
Die Tour dauert ungefähr zwei Stunden. Zunächst geht es durch verschiedene Bereiche der Mina Rica. Der Guide erklärt die Geschichte der Mine, die Entstehung der geologischen Formationen und die Besonderheiten der Mineralien. Danach folgt der Abstieg zu den tieferen Ebenen, wo sich die Geode befindet.
Insgesamt müssen 164 Stufen bewältigt werden. Das sollte man nicht unterschätzen. Es ist keine Extremtour, aber auch kein Spaziergang auf ebener Fläche. Wer normal gut zu Fuß ist, schafft die Besichtigung in der Regel problemlos. Wer starke Knieprobleme, Schwindel, Platzangst, Herzprobleme oder ähnliche Einschränkungen hat, sollte vorher gut überlegen, ob der Besuch passt.
Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität gibt es zwar einen Aufzug parallel zu einem Teil der Wendeltreppe, aber auch dann bleiben noch viele Stufen übrig. Der Aufzug ist nicht als bequeme Alternative für alle gedacht, sondern für echte Notwendigkeiten.
Was man vorher wissen sollte
Die Geoda de Pulpí ist ein spektakuläres Ziel, aber man sollte mit realistischen Erwartungen kommen. Man geht nicht in einen riesigen Kristallsaal hinein und läuft zwischen den Kristallen herum. Das wäre zwar beeindruckend, aber für die Erhaltung dieses Naturwunders viel zu riskant.
Man betrachtet die Geode durch den Zugang, beugt sich vorsichtig hinein und bekommt einen intensiven Blick auf die Kristalle. Dieser Moment ist eher kurz, aber stark. Wer vorher weiß, wie der Besuch abläuft, wird nicht enttäuscht sein. Wer dagegen erwartet, minutenlang frei in der Geode zu stehen und Fotos zu machen, hat eine falsche Vorstellung.
Auch das Fotografieren ist streng geregelt. Private Fotos und Videos im Inneren der Mine und der Geode sind nicht erlaubt. Das mag im ersten Moment schade sein, ist aber nachvollziehbar. Der Schutz dieses Ortes geht vor. Außerdem hat es einen schönen Nebeneffekt: Man schaut wirklich hin, statt sofort nach dem besten Handywinkel zu suchen.
Warum geschlossene Schuhe Pflicht sind 👟
Ein Punkt, den man ernst nehmen sollte: In der Mina Rica sind vollständig geschlossene Schuhe Pflicht. Flip-Flops, Sandalen, offene Schuhe oder Schuhe mit Absatz sind nicht erlaubt. Das ist keine Laune der Betreiber, sondern hat mit Sicherheit zu tun. Man bewegt sich in einer ehemaligen Mine, teilweise über Stufen, Gitter, unebene Bereiche und unterirdische Wege.
Am besten trägt man bequeme, feste Schuhe. Auch Kleidung sollte praktisch sein. Man muss nicht wie für eine Bergwanderung ausgerüstet sein, aber Strandkleidung ist hier fehl am Platz. Eine leichte Jacke kann angenehm sein, ist aber meist nicht zwingend notwendig. Wichtiger sind gute Schuhe und Bewegungsfreiheit.
Große Taschen oder Rucksäcke sollte man im Auto lassen. In der Mine ist wenig Platz, und unnötiges Gepäck stört eher. Wer Medikamente benötigt, sollte diese natürlich mitnehmen und vorher darauf hinweisen.
Anfahrt von Torrevieja zur Geoda de Pulpí 🚗
Von Torrevieja aus fährt man je nach Route ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden bis zur Mina Rica. Die Strecke führt Richtung Süden, vorbei an Murcia beziehungsweise über gut ausgebaute Straßen in Richtung Almería. Es ist also kein kurzer Ausflug für zwischendurch, sondern ein Ziel, für das man sich bewusst einen Tag freihalten sollte.
Am sinnvollsten ist eine frühe Abfahrt. Wer vormittags eine Führung bucht, hat danach noch Zeit für ein Mittagessen, einen Spaziergang an der Küste oder einen zusätzlichen Stopp in San Juan de los Terreros. Gerade diese Kombination macht den Ausflug besonders attraktiv: vormittags unter die Erde, nachmittags ans Meer.
Man sollte mindestens 30 Minuten vor Beginn der Führung vor Ort sein. Das nimmt Stress aus der Anfahrt und lässt genug Zeit für Parkplatz, Einlass und Orientierung.

Vorschlag für einen Tagesausflug ab Torrevieja 🌞
| Uhrzeit | Programmpunkt |
|---|---|
| 08:00 Uhr | Abfahrt in Torrevieja |
| 10:15 Uhr | Ankunft bei der Mina Rica in Pulpí |
| 10:30 Uhr | Einlass, Orientierung, kurzer Blick auf die Umgebung |
| 11:00 Uhr | Geführte Besichtigung der Mina Rica und Geoda de Pulpí |
| 13:00 Uhr | Ende der Führung |
| 13:30 Uhr | Mittagessen in Pulpí oder San Juan de los Terreros |
| 15:00 Uhr | Spaziergang am Meer oder Besuch des Castillo de San Juan de los Terreros |
| 17:00 Uhr | Rückfahrt Richtung Torrevieja |
| 19:00 Uhr | Ankunft in Torrevieja, je nach Verkehr etwas später |
Natürlich hängt der genaue Ablauf von der gebuchten Uhrzeit ab. Wichtig ist nur: nicht zu knapp planen. Die Geoda de Pulpí ist kein Ziel, bei dem man kurz hinfährt, schnell reinschaut und wieder verschwindet. Mit Anfahrt, Führung und einem zusätzlichen Stopp wird daraus ein runder Tagesausflug.

San Juan de los Terreros als perfekte Ergänzung
Wer schon bis Pulpí fährt, sollte San Juan de los Terreros nicht auslassen. Der Küstenort liegt ganz in der Nähe und bietet einen schönen Kontrast zur unterirdischen Welt der Mina Rica. Nach der Führung kann man hier ans Meer fahren, etwas essen, spazieren gehen oder den Blick von der Küste genießen.
Besonders interessant ist das Castillo de San Juan de los Terreros. Der Besuch ist beim Ticket für die Geoda de Pulpí in der Regel bereits enthalten. Auch weitere lokale Ausstellungsräume, darunter das Museum Pintor Pedro Antonio und die Sala de Minerales Luminiscentes, sind mit eingeschlossen. Dadurch lässt sich der Ausflug gut erweitern, ohne dass man für jedes Ziel neu planen muss.
Wer es noch etwas größer machen möchte, kann auch Águilas in den Tagesausflug einbauen. Die Stadt liegt ebenfalls nicht weit entfernt und bietet Hafen, Promenade, Strände und eine schöne Altstadtatmosphäre. Für einen ganz entspannten Tag sollte man allerdings nicht zu viel hineinpacken. Die Führung in der Mine ist schon ein eigenes Erlebnis.
Für wen lohnt sich die Geoda de Pulpí?
Die Geoda de Pulpí lohnt sich besonders für alle, die mehr sehen möchten als Strand, Promenade und Einkaufszentren. Wer Naturwunder, Geologie, Bergbaugeschichte und besondere Ausflugsziele mag, wird hier auf seine Kosten kommen.
Auch für Familien mit älteren Kindern kann der Besuch spannend sein. Kinder müssen allerdings mindestens 8 Jahre alt sein. Für jüngere Kinder ist die Mine nicht zugänglich. Jugendliche finden die Tour oft interessanter als klassische Museen, weil man sich wirklich durch eine ehemalige Mine bewegt und am Ende etwas sieht, das man nicht jeden Tag erlebt.
Nicht ideal ist der Ausflug für Menschen, die keine Treppen steigen können, starke Platzangst haben oder sich in unterirdischen Räumen unwohl fühlen. Auch wer nur ein schnelles Fotomotiv sucht, ist hier falsch. Die Geoda de Pulpí ist ein Ort zum Anschauen, Zuhören und Staunen – nicht für hektisches Abhaken.
Was macht diese Geode so außergewöhnlich?
Geoden gibt es an verschiedenen Orten der Welt. Aber die Geoda de Pulpí ist wegen ihrer Größe, der Klarheit ihrer Kristalle und ihrer Zugänglichkeit etwas Besonderes. Viele vergleichbare Kristallformationen liegen in Bereichen, die für normale Besucher gar nicht erreichbar sind. Hier wurde ein Weg geschaffen, dieses Naturwunder geschützt und kontrolliert zu erleben.
Die Kristalle bestehen aus Gips, genauer gesagt aus einer sehr klaren Form von Gipskristallen. Ihr Wachstum war nur unter sehr bestimmten Bedingungen möglich. Es brauchte einen Hohlraum, mineralreiches Wasser, stabile Temperaturen und sehr viel Zeit. Genau diese Mischung hat in der Mina Rica etwas entstehen lassen, das heute fast unwirklich erscheint.
Besonders schön ist, dass die Geoda de Pulpí nicht isoliert betrachtet wird. Die gesamte Mina Rica ist Teil des Erlebnisses. Man sieht nicht nur den berühmten Kristallraum, sondern erfährt auch, wie Bergbau, Geologie und Landschaft miteinander verbunden sind.
Geheimnisvolle Geschichten und kleine Besonderheiten
Bei Orten wie der Geoda de Pulpí entsteht fast automatisch eine gewisse Fantasie. Eine alte Mine. Verlassene Gänge. Eine Kristallkammer, die jahrzehntelang im Verborgenen lag. Dazu die Frage, was frühere Bergleute vielleicht gesehen, übersehen oder verschwiegen haben könnten.
Natürlich sollte man hier keine wilden Legenden erfinden. Aber der Ort hat genug echte Spannung. Die Vorstellung, dass tief unter der trockenen Landschaft ein funkelnder Kristallraum verborgen war, ist schon stark genug. Man fährt durch eine Gegend, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, und plötzlich öffnet sich unter der Erde eine Welt, die niemand dort erwarten würde.
Genau das macht den Besuch so reizvoll. Die Geoda de Pulpí ist kein typisches Postkartenmotiv. Sie ist eine Entdeckung. Ein Ort, der zeigt, dass Spanien nicht nur aus Stränden, Altstädten und Tapasbars besteht, sondern auch aus verborgenen Naturwundern, die still unter der Oberfläche liegen.
Verbindung zu den Höhlen von Canelobre
Wer sich für besondere Orte unter der Erde begeistert, sollte neben der Geoda de Pulpí auch die Höhlen von Canelobre bei Busot auf dem Plan haben. Beide Ziele sind beeindruckend, aber völlig unterschiedlich.
Die Höhlen von Canelobre wirken mit ihrer großen Halle, den hohen Formen und der besonderen Akustik fast wie eine natürliche Kathedrale. Die Geoda de Pulpí dagegen ist kleiner, geschützter und intimer – eher eine funkelnde Schatzkammer als eine riesige Höhle.
Gerade dieser Vergleich macht beide Ausflugsziele interessant. Wer von Torrevieja aus gerne außergewöhnliche Naturorte entdeckt, kann mit diesen beiden Zielen zwei sehr verschiedene Seiten der unterirdischen Welt Südostspaniens erleben.
Tipps für die Planung
Reservieren Sie die Tickets unbedingt vorher. Die Besucherzahlen sind begrenzt, und beliebte Zeiten können schnell ausgebucht sein. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und in Ferienzeiten sollte man frühzeitig planen.
Prüfen Sie vor der Fahrt noch einmal die aktuellen Öffnungszeiten und Besuchsbedingungen. Montag ist in der Regel geschlossen, an den übrigen Tagen gibt es verschiedene Zeitfenster. Da es sich um eine geführte Besichtigung handelt, sollte man nicht einfach auf gut Glück hinfahren.
Für deutschsprachige Besucher ist der Audioguide interessant. Die Führungen finden normalerweise auf Spanisch statt. Englisch ist unter bestimmten Bedingungen möglich, aber nicht garantiert. Der Audioguide auf Deutsch hilft, die Erklärungen besser zu verstehen.
Nehmen Sie Wasser mit, aber essen und trinken in der Mine ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Nach der Führung bietet sich ein Mittagessen in Pulpí, San Juan de los Terreros oder Águilas an.
Häufige Fragen zur Geoda de Pulpí
Ist die Geoda de Pulpí von Torrevieja aus als Tagesausflug machbar?
Ja, aber es ist ein langer Tagesausflug. Die Fahrt dauert je nach Route etwa zwei bis zweieinhalb Stunden pro Strecke. Mit der Führung und einem zusätzlichen Stopp sollte man praktisch den ganzen Tag dafür einplanen.
Wie lange dauert die Besichtigung?
Die geführte Tour dauert ungefähr 120 Minuten. Dabei besucht man nicht nur die Geode selbst, sondern auch verschiedene Bereiche der Mina Rica.
Darf man in die Geode hineingehen?
Nein. Besucher dürfen nicht komplett in die Geode hineinsteigen. Man betrachtet sie durch die Öffnung und kann sich kontrolliert hineinbeugen. Das schützt die empfindlichen Kristalle.
Darf man Fotos machen?
Private Fotos und Videos im Inneren der Mina Rica und der Geode sind nur sehr eingeschränkt erlaubt. Das ist aus Schutz- und Sicherheitsgründen streng geregelt.
Ist die Besichtigung anstrengend?
Ein wenig Kondition sollte man mitbringen. Es gibt insgesamt 164 Stufen und einen Abstieg über mehrere Ebenen. Für gut mobile Besucher ist das normalerweise machbar, aber es ist kein komplett barrierefreier Rundgang.
Können Kinder mitkommen?
Kinder ab 8 Jahren dürfen mit hinein, müssen aber von einem Erwachsenen begleitet werden. Kinder unter 8 Jahren dürfen die Mine nicht betreten.
Gibt es Erklärungen auf Deutsch?
Die Führung ist normalerweise auf Spanisch. Audioguides gibt es in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch. Dafür fällt aktuell ein kleiner Aufpreis an.
Was sollte man anziehen?
Bequeme Kleidung und vollständig geschlossene Schuhe sind wichtig. Offene Schuhe, Sandalen, Flip-Flops, Schuhe mit Absatz oder Keilabsatz sind nicht erlaubt.
Muss man vorher reservieren?
Ja, unbedingt. Die Plätze sind begrenzt, und ohne Reservierung kann es passieren, dass kein passender Termin verfügbar ist.

Ein Ausflug in eine verborgene Welt
Die Geoda de Pulpí ist kein gewöhnliches Ausflugsziel. Sie ist kein Ort für schnelles Durchlaufen, kein klassischer Aussichtspunkt und keine Sehenswürdigkeit, die man nebenbei mitnimmt. Sie ist ein Erlebnis unter der Erde, eine Mischung aus Naturwunder, Bergbaugeschichte und stillem Staunen.
Von Torrevieja aus ist die Fahrt etwas länger, aber genau deshalb fühlt sich der Besuch auch wie ein richtiger Tagesausflug an. Man verlässt die vertraute Küstenregion, fährt Richtung Almería und entdeckt eine Welt, die mit Strandurlaub auf den ersten Blick nichts zu tun hat – und gerade deshalb so spannend ist.
Die Geoda de Pulpí zeigt, wie viel Südostspanien unter der Oberfläche zu bieten hat. Nicht nur Meer, Sonne und Promenaden. Sondern auch alte Minen, verborgene Kristallkammern, geologische Wunder und Geschichten, die erst beim zweiten Blick sichtbar werden.
Wer bereits viele klassische Ziele rund um Torrevieja kennt und nach etwas wirklich Besonderem sucht, sollte diesen Ausflug fest einplanen. Die Geoda de Pulpí ist kein Ort, den man jeden Tag sieht. Und genau das macht sie so besonders.
Schöne Stopps auf dem Weg zur Geoda de Pulpí
Wer den Ausflug zur Geoda de Pulpí nicht nur als reine Hin-und-zurück-Fahrt plant, kann unterwegs einige sehenswerte Stopps einbauen. Besonders spannend ist ein Zwischenhalt in Cartagena, einer der geschichtsträchtigsten Städte Südostspaniens, mit Hafen, römischem Theater, Altstadt und maritimer Atmosphäre.
Wer lieber Natur und Küstenblicke sucht, kann über Cabo de Palos fahren oder einen Abstecher zur spektakulären Batería de Castillitos einplanen – einer Festung über dem Meer, die mit ihren riesigen Kanonen fast wie eine Filmkulisse wirkt. Ebenfalls sehr gut passend ist die Gegend um Mazarrón und Bolnuevo: Die bizarren Sandsteinformationen der Erosiones de Bolnuevo sehen aus wie eine kleine Mondlandschaft direkt am Meer und bilden einen schönen Kontrast zur unterirdischen Kristallwelt der Geoda. Wer die Route lieber über das Landesinnere fährt, kann stattdessen Lorca mit seiner mächtigen Burg als kulturellen Zwischenstopp wählen. So wird aus dem Besuch der Geoda de Pulpí kein einzelner Programmpunkt, sondern ein richtig abwechslungsreicher Tagesausflug ab Torrevieja und Orihuela Costa.
Noch mehr besondere Ausflugsziele rund um Torrevieja entdecken
Die Geoda de Pulpí ist eines dieser Ziele, die zeigen, wie viel mehr Südostspanien zu bieten hat als Sonne, Strand und Meer. Wer gerne außergewöhnliche Orte unter der Erde entdeckt, sollte sich auch die beeindruckenden Höhlen von Canelobre bei Alicante ansehen – eine völlig andere, aber ebenso faszinierende Höhlenwelt mit gewaltiger Halle und besonderer Atmosphäre. Und natürlich lohnt sich auch immer ein Blick auf Torrevieja.de, denn hier finden Sie viele weitere Ideen für Tagesausflüge, Sehenswürdigkeiten, Naturwunder und besondere Entdeckungen an der Costa Blanca und darüber hinaus.







































